Über das Projekt

Eine der wichtigsten kontinuierlichen Aufgaben der Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur ist es, Daten, Fakten, Texte und Archivmaterialien zu deutschmährischen Autoren aller Epochen zu sammeln, sichten und zu archivieren. Am Anfang der Existenz der Arbeitsstelle (1998) standen Zettelkästen mit handschriftlichen Einträgen und Hängeorden mit kopierten Texten aller Arten, doch von Anfang an zielten wir auch auf eine modernere, übersichtlichere, dauerhaftere und benutzerfreundlichere Art der Archivierung. Dank der selbstlosen (und selten bezahlten) Arbeit vieler studentischer Mitarbeiter in den Jahren 2010-2015 unter der Führung des damaligen Geschäftführers der Arbeitsstelle, Dr. Lukáš Motyčka, ist es uns in den letzten Jahren gelungen, die Hauptmasse der Archivbestände einzuscannen, zu ordnen und elektronisch zu sichern. Nun präsentieren wir der Öffentlichkeit die „Krone“ des Archivs, die Datenbank/Literarische Landkarte der deutschmährischen Autoren.

Die Datenbank fußt auf dem schöpferischen Einfall unseres ehemaligen Mitarbeiters Martin Farkaš, wurde von Jan Mrozek programmiert und von Jitka Stiessova und einem studentischen Team aufgefüllt, wobei das Auffüllen ein „work in progress“ ist, das wahrscheinlich nie endet. Die bisher dargebotenen und miteinander verlinkten Daten sind meistens den drei Bänden des von Mitarbeitern der Arbeitsstelle im Universitätverlag herausgegebenen Lexikons deutschmährischer Autoren (2003, 2006, 2015) entnommen und werden sukzessive um weitere Informationen ergänzt. Die Daten sind miteinander verknüpft, sodass der Benutzer Autoren und Werke nicht nur alphabetisch abrufen kann, sondern auch nach entsprechenden Regionen, Zeitangeben oder Gattungen u.a. suchen kann. Geplant ist außerdem die Erweiterung der Autoren-Datensätze um knappe Werkbeschreibungen, die Datenbank kann freilich auch mit weitern gesammelten Archivmaterialien verlinkt werden.

Die Datenbank – obwohl sie heute erst nur einen Bruchteil der geplanten Daten präsentiert – schluckte bereits tausende Arbeitsstunden der an ihr beteiligten Mitarbeiter, die vor allem dank der finanziellen Zuwendung des Österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft an das von ihm errichtete Olmützer Österreich-Zentrum zumindest marginal honoriert werden konnten. Eine Hilfe war uns ebenfalls eine Zuwendung der Firma Siemens (Niederlassung Mohelnice).

Wir erhoffen uns von der In-Netz-Stellung der Datenbank ein wachsendes Interesse an der Geschichte der deutschmährischen Literatur.

IFF