Groß Meseritsch

 

Groß Meseritsch befindet sich im Region Hochland und — wie schon der Name andeutet —  liegt am Zusammenfluss der Oslava und der Balinka.

 

Die erste urkundliche Erwähnung über die Stadt stammt aus dem Jahr 1281, manche Quellen geben aber auch den Jahr 1231 an. Im Jahr 1408 erhielt Groß Meseritsch Stadtrechte, die 1548 von dem König Ferdinand I. erneuert wurden. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt mehrmals ausgeplündert, achtmal niedergebrannt und von der Pest betroffen. Am Ende dieses Kriegskonfliktes wurde die Stadt Rudolf Kounic verkauft, der sich um wirtschaftliche Erneuerung der Stadt bemüht hat. In leeren Häusern brachte er seine Untertanen unter, die sich zur deutschen Nationalität bekannten. Damit wurde die Stadt eingedeutscht. Er machte sich auch um die Ausbreitung jüdischer Besiedlung verdient und jüdische Gemeinde in der Neuen Stadt in Groß Meseritsch gehörte zu den ziemlich bedeunten Gemeinden. 

 

Im Jahr 1676 verkaufte der Sohn von Rudolf Kounic die Stadt den Herren von Ugarte. Diese schlossen zu Groß Meseritsch die Gemeinde Zhorz Straneczka an. Wahrscheinlich seit diesem Jahr gibt es im Namen der Stadt das Attribut "Groß". Die Adeligen führten auch den Umbau des Schlosses aus. Das Schloss brannte aber 1723 nieder und musste wieder umgebaut werden, diesmal von einem Schüler von Johann Blasius Santini. Die Stadt wurde endlich wieder verkauft. Der neue Besitzer war Leopold Holštýnský. Dieser Verkauf war der letzte, weiter wurde die Stadt nur geerbt. Die Erbin wurde Marie Eleonora, später ihre Nichte Eleonora Öttingen, Hofdame des Kaisers Joseph II. Während ihrer Wirkung in der Stadt wurde 1787 der gerade durch Groß Meseritsch führende Kaiserweg von Iglau nach Brünn beendet. 

 

Im 19. Jahrhundert gehörte die Stadt den Herren von Lobkowitz. Während der nationalen Wiedergeburt, die in kleineren Städten und auf dem Lande später anfing, waren in der Stadt vor allem Doktor František Skřivan und Josef Havlíček tätig. Doktor Skřivan arbeitete zum Beispiel mit Karel Havlíček Borovský zusammen, Kaplan Havlíček bereitete Schüler auf Aufnahmeprüfungen deutschen Schulen vor. Beide liehen den Einwohnern der Stadt Bücher - aus dem Jahr 1848 stammt die älteste Erwähnung über die Stadtbibliothek. In diesem Jahr wurde auch die Leibeigenschaft abgeschafft. In Groß Meseritsch wurde Nationalgarde gegründet, die dann versuchte, Unruhe unter der Bevölkerung zu beruhigen, die eine Woche früher entstanden. Es handelte sich um eine goldene Monstranz, die sich aus der Kirche verlor.  

Autoren

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Hubert Nerad

Geburtsdatum

29. 9. 1889
Bergersdorf

Todesjahr

9. 3. 1952
Hjördlundegaard / p Slangerup in Dänemark