Deutsch Gießhübel


Sie bildet das Zentrum der Region und ist Sitz des Gemeindeverwaltungsamtes. Gegenwärtig durchläuft die Gemeinde eine deutliche Umgestaltung, die mit dem Neubau von Einfamilienhäusern einhergeht. Auf dem Dorfplatz steht die barocke Kirche St. Laurentius, deren Geschichte zusammen mit dem Pfarrhaus etwa in der Mitte des 13. Jahrhunderts begann. In der Vergangenheit war die Kirche befestigt. Eine Ringmauer umschließt bis heute den weiterhin genutzten Friedhof mit der Leichenhalle.

Ursprünglich ein slawisches Dorf, später mit überwiegend deutscher Bevölkerung, führte die Gemeinde vom 15. Jahrhundert bis 1945 den Zusatz „Deutsch“, Deutsch Giesshübel. Die „Kamenná Boží Muka“ gegenüber dem Einkaufszentrum trägt auf dem Sockel ein Relief mit Gewehr und an der Spitze die Jahreszahl 1667. In der Gemeinde befindet sich eine Volksschule mit langer Tradition. Nördlich lag ein deutsches Feldflugplatz der Luftwaffe.

Am südlichen Rand des Gemeindegebietes, oberhalb der ehemaligen Siegl-Mühle, beginnt ein einzigartiger Bergwerksgraben (Hochwasserrinne) von über 7 km Länge, über den Wasser zur Versorgung von Wasserkraftmaschinen bis nach Staré Hory bei Jihlava geleitet wurde. Er wurde im Jahr 1315 angelegt, und sein trockenes Bett lädt zu einem schönen Spaziergang durch die lokale Natur ein. Im Gemeindegebiet befinden sich mehrere weitere Stätten, die an die glanzvolle Zeit des Silberbergbaus in der Region Jihlava in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erinnern.

Mit seinem Leben und Werk war auch die Persönlichkeit Hubert Nerada eng mit der Gemeinde verbunden.

Qeulle: https://www.vyskytnanadjihlavou.cz/historie-obce


Autoren

Unvollendet
Hubert Nerad

Geburtsdaten
29.09.1889
Bergersdorf

Sterbedaten
09.03.1952
Hjördlundegaard / p Slangerup in Dänemark