Mistek (Friede(c)k-Mistek)


Die erste schriftliche Erwähnung von Mistek stammt aus dem Jahr 1267, als in dem Testament des Olmützer Bischofs Bruno von Schauenburg das Marktdorf Friedeberg mit vierzig Hufen genannt wird. Nach der Zerstörung der ursprünglichen Siedlung während der inneren Auseinandersetzungen am Ende des 14. Jahrhunderts entstand die neue Stadt Newenstetil (Místko), aus der sich das heutige Mistek entwickelte. Im Jahr 1402 wurde die Herrschaft Mistek dem Herzogtum Teschen angegliedert, dennoch bewahrte die Stadt ihre historischen Bindungen an Mähren. Begünstigt wurde ihre Entwicklung durch die verkehrsgünstige Lage an bedeutenden Handelswegen sowie durch die Nähe des Flusses Ostrawitza, der über Jahrhunderte die Landesgrenze zwischen Mähren und Schlesien bildete.

Friede(c)k entstand etwas später, vermutlich zwischen 1327 und 1335, als es die ältere Siedlung Jamnitz als Verwaltungszentrum der Herrschaft ablöste. Im 16. Jahrhundert kam es wiederholt zu Streitigkeiten über die Zugehörigkeit der Herrschaften Friedek und Mistek. Eine grundlegende Veränderung trat 1581 ein, als der Olmützer Bischof Stanislaus Pavlovský von Pavlovitz sowohl die Herrschaft Mistek als auch die Herrschaft Friedek erwarb. Drei Jahre später veräußerte er die Herrschaft Friedek an Bartholomäus Bruntálský von Würben, während die Herrschaft Mistek der Herrschaft Hochwald angeschlossen wurde. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts umfasste das Gebiet von Friedek und Mistek insgesamt 22 Dörfer und 681 Hofstellen. Friedek selbst verfügte über 163 Anwesen, war Sitz der Grundherrschaft und besaß bedeutende städtische Privilegien, darunter das Maut- und Meilenrecht. Während in Friedek das Tuchmachergewerbe dominierte, bewahrte Mistek überwiegend seinen landwirtschaftlichen Charakter. Beide Städte profitierten vom Salz- und Viehhandel, von der Holzverarbeitung sowie von der Teichwirtschaft, wurden jedoch wiederholt durch Brände, Pestepidemien und kriegerische Ereignisse in ihrer Entwicklung beeinträchtigt.

Die getrennte Entwicklung von Friedek und Mistek dauerte bis zum 1. Januar 1943, als beide Städte auf Anordnung der nationalsozialistischen Verwaltung zur Stadt Friede(c)k vereinigt wurden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde mehrere Jahre über die offizielle Bezeichnung der vereinigten Stadt diskutiert, bis das Innenministerium entschied, ihr mit Wirkung vom 1. Januar 1955 den Namen Friede(c)k-Mistek zu verleihen. Eine weitere territoriale Erweiterung erfolgte 1975 durch die Eingemeindung der Gemeinden Leskowetz, Chlebowitz, Lysůvky, Swiadnow und Altstadt; die Verwaltungsintegration wurde am 1. Januar 1979 abgeschlossen. Seit dem 1. Juli 2006 besitzt Friede(c)k-Mistek den Status einer Statutarstadt.

https://www.frydekmistek.cz/o-meste/historie/


Autoren

Unvollendet
Jiří Puda

Geburtsdaten
26.05.1917
Mistek (Friede(c)k-Mistek)