Unvollendet

Mikultschitz


Die Gemeinde Mikultschitz gehört zur Region Podluží, die für ihre bewahrten Traditionen, Folklore und Trachten bekannt ist. Heute ist Mikultschitz vor allem eine landwirtschaftliche Gemeinde mit einer sich entwickelnden Industrie. Auf dem Gebiet der Gemeinde befindet sich die Mine Frieden, die einzige Mine in der Tschechischen Republik, in der Lignit abgebaut wird.

Die bedeutendste historische Sehenswürdigkeit in Mikultschitz ist der Slawischer Burgwall, der sich um die Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes bemüht. Erwähnenswert sind auch die Kapelle St. Rochus, die Kirche Mariä Himmelfahrt und die Barockstatuen des Heiligen Ulrich und des Heiligen Johannes Nepomuk.

Mikultschitz wird erstmals 1141 als Besitz der Kirche in Lundenburg erwähnt. Archäologische Funde belegen jedoch eine Besiedlung bereits in Jungsteinzeit. Der frühmittelalterliche Burgwall „Valy“ bei Mikultschitz gehörte zu den bedeutendsten Zentren des Mährerreiches im 9. Jahrhundert. Mikultschitz war zu dieser Zeit eine Militärfestung, das Zentrum der politischen Macht der herrschenden Familie der Mojmiriden und ein bedeutendes Zentrum der kirchlichen Verwaltung. Reichhaltige archäologische Funde belegen hier ein hochentwickeltes höfisches Umfeld.

Es ist bekannt, dass sich im 12. und 13. Jahrhundert neben der Kirche ein Gräberfeld befand. Es ist nicht auszuschließen, dass es sich bereits damals um einen Friedhof mit einer Kirche handelte, obwohl zuverlässige Belege für die Existenz und Datierung des Vorgängers des heutigen im Kern gotischen Kirchenbaus fehlen. Es ist wahrscheinlich, dass hier die Bewohner der Siedlung begraben wurden, die dank Fundstücken aus einem Teil des Dorfes belegt ist. Die Siedlung lässt sich grob auf das 12. bis 14. Jahrhundert datieren. Keramikfunde aus dem 12. bis zur ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammen aus anderen Orten des bebauten Teils der Gemeinde, sind jedoch bislang vereinzelt. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wird erstmals 1353 indirekt erwähnt. Im 14. und zu Beginn des 15. Jahrhunderts wird in Mikultschitz eine Festung erwähnt. Eine Verbindung dieser Festung mit der Befestigung im Areal der Mährerreicher Burgwall ist unwahrscheinlich. Beide Befestigungen sind vermutlich in den unruhigen Zeiten der Hussitenkriege zerstört worden.

 

 

Quellen:

https://www.mikulcice.cz/obec/informace-o-obci/historie/

https://www.infomikulcice.cz/vip-event.php?id=2

https://www.hodonin.eu/mikulcice/d-1049054


Autoren

Unvollendet
Emanuel Hans Sax

Geburtsdaten
28.02.1857
Mikultschitz

Sterbedaten
29.06.1896
Bad Dreikirchen