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Wischau


Die altertümliche bischöfliche Stadt Vyškov (Wischau) hat etwa 21 Tausend Einwohner und liegt am oberen Haná Fluss, etwa 30 km nordöstlich von Brno (Brünn). Die erste schriftliche Erwähnung von Wischau stammt aus dem Jahre 1141 aus der Feder des Olmützer Bischofs Jindřich Zdík. Die archäologischen Funde belegen die Tatsache, dass dieses Gebiet unablässig seit der alten Steinzeit besiedelt war. Auf die frühe Entstehungszeit deutet unter anderem die strategische Stadtlage hin. Die Stadt liegt an der Kreuzung der Handelsstraßen von Brünn (Brno) nach Olmütz (Olomouc) und Kremsier (Kroměříž).  Die vorteilhafte Stadtlage erhöhte die Angriffsgefahr in der Kriegszeit – Wischau wurde von mehreren kriegerischen Konflikten heimgesucht. In den Hussitenkriegen, im Dreißigjährigen Krieg und im Zweiten Weltkrieg zählte die Stadt zu den meist betroffenen Städten in den böhmischen Ländern Tschechiens.

Mit Wischau sind viele bedeutende Persönlichkeiten des tschechischen Geistes- und Kulturlebens verbunden. Hier wurden zum Beispiel die Autorin des Reisefeuilletons und Prosaschriftstellerin Helen Bochořáková-Dittrichová (1894-1980), der Dramatiker und Regisseur Boris Hybner (1941-2016), der Regisseur und Drehbuchautor Karel Kachyňa (1924-2004), der Schriftsteller und Ethnograph Jan Vyhlídal (1861-1937) oder der olympische Sportler Jan Koutný (1897-1976) geboren. (Klára Procházková, Studentin, übersetzt von Markéta Možíšová, Studentin)