Der Ortsname Niedek leitet sich wahrscheinlich vom Namen seines Gründers Nidek ab. Nach historischen Quellen übergab einer seiner Nachkommen, Jan Nidek von Niedek, seinen Besitz seinem Bruder Matthias und dessen Söhnen. Das genaue Gründungsdatum der Ortschaft ist nicht bekannt; die erste schriftliche Erwähnung stammt jedoch aus dem Jahr 1456.
Ein bedeutendes Denkmal der Gemeinde ist die St.-Nikolaus-Kirche aus dem Jahr 1576, die ursprünglich für die evangelische Gemeinde errichtet wurde. Nach der Schlacht am Weißen Berg wurde sie im Zuge der Rekatholisierung den Evangelischen entzogen und ging in den Besitz der katholischen Kirche über. In der Ortschaft haben sich zudem mehrere Bauten der Volksarchitektur erhalten, die von der traditionellen Lebensweise der Bevölkerung zeugen.
Eine intensivere Entwicklung erlebte Niedek in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die Bevölkerungszahl deutlich anstieg. Diese Entwicklung stand vor allem im Zusammenhang mit dem Abbau von Eisenerz, dessen Vorkommen in der Region bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts entdeckt worden waren. Der Erzabbau förderte die Entwicklung der Eisenindustrie im weiteren Umfeld, wobei die Einwohner von Niedek insbesondere in den umliegenden Eisenwerken Beschäftigung fanden.
Im Laufe der Zeit wandelte sich die wirtschaftliche Struktur der Gemeinde. Neben der traditionellen Landwirtschaft gewann zunächst die Industrie und später auch der Dienstleistungssektor sowie das Kleingewerbe an Bedeutung. Gegenwärtig entwickelt sich Niedek zudem zu einem touristisch attraktiven Gebiet, was vor allem seiner Lage in den Beskiden und der Nähe zu bedeutenden Naturgebieten zu verdanken ist, die Besucher aus dem In- und Ausland anziehen.
Die Quelle: https://www.nydek.cz/