Luggau
Luggau (tschechisch Lukov) ist eine Minderstadt (městys) östlich von Znaim, eins der Tore zum Nationalpark Thayatal (Podyjí). In Luggau leben etwa 250 Personen.
Die Geschichte des Ortes beginnt in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, jedoch bedeutender ist das folgende Jahrhundert, als hier die Burg Neuhäusel (Nový Hrádek) entstand. Ihr erster belegter Besitzer war der mährische Markgraf Johann Heinrich von Luxemburg, der Bruder von Karl IV. In den weiteren Epochen wechselte das Herrschaftsgut oft die Besitzer, unter denen Wolf Krajíř von Krajk von Bedeutung ist, denn er verlieh dem Ort die Rechte eines Städtchens (1548). In dieser Zeit war der Ort wahrscheinlich tschechischsprachig, aber nach dem Dreißigjährigen Krieg kamen deutsche Kolonisten aus dem naheliegenden Niederösterreich. Die Bedeutung von Luggau sank, nachdem die Burg 1645 von schwedischen Truppen zerstört worden war.
In Luggau wurde der Abt von Göttweig und Politiker Adalbert Dungel (1842-1923) geboren.
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