Spachendorf


Spachendorf zählt zu den ältesten Siedlungen des Altvatergebirges. In der Gründungsurkunde von 1224 wird der Ort als Lechsdorf erwähnt. Im Laufe seiner Geschichte änderte sich der Ortsname mehrfach; überliefert sind unter anderem die Bezeichnungen Špachov und Spachendorf. Im Jahr 1320 gelangte der Ort in den Besitz des Troppauer Herzogs Nikolaus II. Bei der Teilung des Troppauer Herzogtums unter dessen Söhnen im Jahr 1377 fiel Spachendorf gemeinsam mit Benisch und weiteren Dörfern an Johann I.

Während der Hussitenkriege wurde der Ort schwer verwüstet; zahlreiche Einwohner kamen ums Leben oder wurden verschleppt. In den Jahren 1474–1476 litt Spachendorf erneut unter den Kämpfen zwischen dem ungarischen König Matthias Corvinus und dem polnischen König Kasimir IV. Seit 1623 gehörte der Ort dauerhaft zum Besitz des Hauses Liechtenstein. Auch während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Gemeinde wiederholt von durchziehenden Truppen heimgesucht, die Plünderungen und erhebliche Zerstörungen verursachten.

Im Juli 1850 fanden in Spachendorf die ersten Wahlen der kommunalen Selbstverwaltung statt, bei denen der Gemeindevorsteher, zwei Gemeinderäte und neun Mitglieder des Gemeindeausschusses gewählt wurden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die deutsche Bevölkerung vertrieben und der Ort mit tschechischen Neusiedlern aus verschiedenen Regionen des Landes, insbesondere aus der Mährischen Walachei, dem Ostrauer Gebiet, der Slowakei und der Hanna, neu besiedelt.

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