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Eichhorn Bittischka


Die Gemeinde Eichhorn Bittischka liegt am Zusammenfluss von Schwarza und Weißbach, etwa 25 Kilometer nordwestlich von Brünn. Diese Kleinstadt mit etwa 3 400 Einwohnern ist ein beliebter Ausgangspunkt insbesondere für Ausflüge zum Brünner Stausee.

Die Geschichte von Eichhorn Bittischka war schon immer eng mit der Burg Eichhorn verbunden. Der Legende nach soll diese im Jahr 1059 von Fürst Kunrat gegründet worden sein. Eichhorn Bittischka entstand vermutlich erst nach der Gründung der Burg. Die erste schriftliche Erwähnung der Gemeinde stammt aus dem Jahr 1376, eine weitere aus dem Jahr 1446. Die älteste Urkunde, die sich direkt auf die Gemeinde bezieht, ist die von König Ludwig im Jahr 1521 verliehene Stadtrechtsurkunde, die die Abhaltung von Märkten und Jahrmärkten ermöglichte.

Während der erfolglosen Belagerung der Burg durch schwedische Truppen im Jahr 1645 wurde die Gemeinde vollständig niedergebrannt, wodurch Eichhorn Bittischka teilweise verödete. Im 17. Jahrhundert starb ein relativ großer Teil der Bevölkerung an den Folgen einer Choleraepidemie. Die Gemeinde und der Besitz der Bürger wurden zudem von Naturkatastrophen heimgesucht; oft hatte sie mit Bränden und Überschwemmungen zu kämpfen. Die größte davon ereignete sich nach dem Dammbruch des Teichs in Wilkau im Jahr 1747.

Eichhorn Bittischka war eine überwiegend landwirtschaftlich geprägte Gemeinde. Den größten Aufschwung erlebte die Gemeinde im Jahr 1911. Damals wurde nämlich die modernste Kaolin- Waschanlage Mitteleuropas in Betrieb genommen, die das Rohmaterial aus dem Tagebau bei Lažánky verarbeitete. Für diese Fabrik wurde auch eine Eisenbahnstrecke nach Gurein gebaut. Die Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren bedeutete sowohl das Ende der Kaolin-Waschanlage selbst als auch das der Eisenbahnstrecke.

 

Quelle:

https://www.veverskabityska.cz/mesto/historie/?ftresult=historie


Autoren

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Valentin Bernard Jestřábský

Geburtsdaten
1630
Mährisch Ostrau

Sterbedaten
26.12.1719
Eichhorn Bittischka