Schöpkowitz


Die erste urkundliche Erwähnung von Schöpkowitz stammt aus dem Jahr 1349. Aus einem Eintrag in den Landtafeln geht hervor, dass Stephan von Sadek zu dieser Zeit einen Zins in Höhe von 10 Mark Silber auf Schöpkowitz bezog. Dies belegt die frühere Zugehörigkeit des Ortes zum Besitz des Inhabers von Sadek.

Im Jahr 1365 verschrieb Bohusch von Starče seiner Ehefrau Adlička auf Schöpkowitz ein Leibgedinge in Höhe von 250 Groschen. Nach seinem Tod im Jahr 1376 gelangte das Dorf in die Hände von Pfandgläubigern, die es anschließend an Heinrich von Neuhaus veräußerten. Zum Verkaufsgegenstand gehörten Äcker, Wiesen, Weiden, Wälder, Gewässer, Mühlen, Teiche, Untertanen, Frondienste sowie das Patronatsrecht über die Kirche. Die Herren von Neuhaus blieben bis 1542 im Besitz von Schöpkowitz.

Im Jahr 1542 verkaufte Wolf Krajíř von Krajk und Landstein Schöpkowitz an Wenzel Chroustenský von Malovar. Chroustenský nutzte die Vakanz der Pfarrei von Schöpkowitz, eignete sich deren Besitz an und ließ das Pfarrgebäude abreißen. Anschließend gliederte er Schöpkowitz seiner Herrschaft Misslitz an. Sein Sohn Peter und sein Enkel Johann Raphael beteiligten sich am böhmischen Ständeaufstand, woraufhin ihre Güter konfisziert wurden. Im Jahr 1616 verkaufte die kaiserliche Kammer die Herrschaft Misslitz mit Schöpkowitz an Graf Georg von Nachod. Dieser veräußerte Schöpkowitz 1634 an Adam Ladislaus von Wěžník.

Schöpkowitz wurde wiederholt von kriegerischen Ereignissen schwer getroffen. Während der ungarischen Einfälle im Jahr 1468 wurde das Dorf mehrfach niedergebrannt. Im Dreißigjährigen Krieg verfiel der Ort weiter. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts bestanden hier 33 bäuerliche Anwesen und 12 kleinere Häuser; während des Krieges fielen jedoch 16 Häuser und ein kleineres Anwesen wüst. Bis 1672 kamen weitere sechs aufgegebene Häuser hinzu, sodass sich die Gemeinde in einem äußerst schlechten Zustand befand.

Bei der Revision des Katasters im Jahr 1672 wurden sieben besetzte Huben, fünf halbe Huben, zwei Viertelhuben und acht kleinere Häuser erfasst. Wüst lagen eine Doppelhube, dreizehn Huben, eine halbe Hube, vier Viertelhuben und drei kleinere Häuser. Etwa 473 Maß zuvor bewirtschafteten Ackerlandes waren inzwischen von Wald überwachsen. Die Grundherrschaft leitete daraufhin Maßnahmen zur wirtschaftlichen Wiederherstellung ein. Aus der aufgegebenen Blažkowský-Doppelhube entstand ein herrschaftlicher Meierhof mit Schafstall und Schmiede; außerdem wurden das Forsthaus, die Fischteiche und das herrschaftliche Wirtshaus wiederhergestellt. Allmählich erholten sich die Besiedlung und die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen, Schöpkowitz blieb jedoch eine kleine Gemeinde.

http://m.sebkovice.cz/historie-obce/d-1212


Autoren

Unvollendet
Johannes Mach

Geburtsdaten
23.06.1861
Schöpkowitz

Sterbedaten
06.08.1916
Mährisch Altstadt