Dürnholz
Im Jahr 1046 schenkte Fürst Břetislav I. die Ortschaft Drnovce der Kapitelkirche von Stará Boleslav. Im 12. Jahrhundert wurde Dürnholz als Lehen vergeben und war mit dem Geschlecht der Herren von Lekna verbunden, aus dem später die Familie Kaunic hervorging. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts entwickelte sich die Region durch Kolonisation, wodurch ein dichtes Siedlungsnetz entstand. Im Jahr 1237 ist eine Pfarrkirche sowie der Übergang über die Thaya dokumentiert, wo Zölle und Brückengelder erhoben wurden.
Im 14. Jahrhundert wurde Dürnholz in den Besitz der mährischen Markgrafen eingegliedert; zum Herrschaftsgebiet gehörten die Burg, die kleine Stadt und umliegende Dörfer. Im Jahr 1371 wird Dürnholz als Stadt bezeichnet, obwohl es weiterhin den Charakter einer kleinen Ortschaft bewahrte. Es wechselte allmählich in den Besitz verschiedener Adelsfamilien, darunter auch der Liechtensteiner.
1578 wurde das Lehen von Dürnholz in erblichen Besitz überführt und ging an Christoph von Teuffenbach, der die Burg zu einem Renaissanceschloss umbaute. Unter seiner Herrschaft wurden die umliegenden Dörfer mit kroatischem Bevölkerungselement besiedelt. Ende des 16. Jahrhunderts existierte ein Hochgericht, das im Rathaus tagte, während schwere Verbrechen auf dem Galgenberg bestraft wurden.
Während des Dreißigjährigen Krieges beteiligten sich Mitglieder der Familie Teuffenbach sowohl am Aufstand der Stände als auch an kaiserlichen Diensten, was die Besitzverhältnisse und die religiösen Verhältnisse der Herrschaft wesentlich beeinflusste. Nach dem Krieg entwickelte sich Dürnholz zu einem landwirtschaftlichen und weinbaulichen Zentrum.
Im 20. Jahrhundert wurde Dürnholz Teil der Tschechoslowakei. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Ortschaft durch Kämpfe beschädigt und von sowjetischen Truppen befreit. Nach 1945 kam es zur Aussiedlung der deutschen Bevölkerung und zur Neuansiedlung durch tschechische und slowakische Familien. Nach 1948 erfolgte die Kollektivierung der Landwirtschaft; es entstand eine landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft, und der Großbetrieb wurde staatlich verwaltet, was die Entwicklung der Gemeinde bis zum Ende der kommunistischen Ära prägte.
Die Quelle: https://www.drnholec.eu/o-obci/historie/