Mittelsuchau (Havířov)


Mittelsuchau entstand vermutlich im Mittelalter und wird erstmals um das Jahr 1305 als Teil der Siedlungen namens Sucha zusammen mit Unter- und Obersucha erwähnt. Mittelsuchau wurde 1725 zu einem eigenständigen Gut, wobei das örtliche Gut erstmals dokumentiert ist. Im 18. Jahrhundert wurden dort auch eine Pfarrstelle und die erste Chronik eingerichtet.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Gemeinde durch Bildungseinrichtungen und allmählich durch den Kohlebergbau, der Arbeiter aus der Umgebung anzog und die vormals landwirtschaftlich geprägte Gemeinde in eine Industrieansiedlung verwandelte. 1902 wurden das Gut und die Ländereien an Bergwerksgesellschaften verkauft, und 1907 begann der Bau des Schachtes Kaiser Franz Josef. Zwischen 1910 und 1914 wurde die Eisenbahnverbindung zur Region ausgebaut.

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zerfall Österreich-Ungarns im Jahr 1918 wurde Mittelsuchau Teil der Tschechoslowakei, wobei die Konflikte mit Polen bis zur Teilung von Teschner Schlesien 1920 andauerten. In den 1920er Jahren wurden Post, neue Schule und Rathaus eingerichtet und der Busverkehr eingeführt.

Nach dem Münchener Abkommen 1938 wurde die Gemeinde kurzzeitig Polen angegliedert und während des Zweiten Weltkriegs dem nationalsozialistischen Deutschland unterstellt. Nach dem Krieg wurde sie erneut Teil der Tschechoslowakei. In den 1950er Jahren entstand in der Nachbarschaft die Stadt Havířov, deren Verwaltung Mittelsuchau zugehörig wurde. 1961 ereignete sich im Gebiet ein schweres Grubenunglück im Bergwerk Dukla.

Nach der Samtenen Revolution 1989 blieb Mittelsuchau ein Teil von Havířov, und in den 1990er Jahren endete der Kohlebergbau und die Bergbautätigkeit in der Region.

Die Quelle: https://cs.wikipedia.org/wiki/Prost%C5%99edn%C3%AD_Such%C3%A1


Autoren

Unvollendet
Josef Kolder

Geburtsdaten
13.02.1893
Mittelsuchau (Havířov)

Sterbedaten
23.09.1949
Wien