Landshut


Die Stadt Landshut liegt an der Grenze zu Österreich und zur Slowakei und ist etwa 8 km von Lundenburg entfernt. Die Stadt hat ungefähr 3700 Einwohner.

Die Geschichte der Stadt wurde maßgeblich durch ihre Lage beeinflusst. Die erste schriftliche Erwähnung von Landshut stammt aus dem Jahr 1384. Im Jahr 1496 ging Landshut in den Besitz der Liechtensteiner über. Erwähnungen von Pfarrei stammen bereits aus dem Jahr 1384. Im Jahr 1565 ließen sich hier die Täufer nieder, die hier ihren gemeinsamen Hof errichteten, der jedoch mehrmals niedergebrannt wurde. Auf kaiserlichen Befehl mussten die Täufer 1622 die Stadt verlassen. Das Pfarrhaus wurde 1612 von einem katholischen Geistlichen bezogen und gehört heute zum Lundenburger Dekanat. Die Kirche zur Kreuzerhöhung stammt aus dem Jahr 1550, wurde jedoch 1893 mit Unterstützung des Fürsten Johann von Liechtenstein gründlich umgebaut. Die Schule entstand im 17. Jahrhundert.

Während des Dreißigjährigen Krieges kam es hier nicht zu einem so starken Rückgang der Untertanenzahl wie auf dem benachbarten Herrschaftsgut von Lundenburg. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde die Stadt jedoch beim Einfall der Anhänger von Stephan Bocskai im Jahr 1605 von feindlichen Truppen vollständig geplündert und niedergebrannt. Die Einwohnerzahl begann erst in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wieder zu steigen.

Während der Besatzungszeit blieb Landshut als die einzige Gemeinde in dem gesamten Grenzgebiet mit deutschsprachiger Bevölkerung tschechisch und gehörte zum Protektorat anstelle von dem Großdeutschen Reich. Zu dieser Zeit sind viele Einwohner aus Lundenburg in die Gemeinde gezogen. Am Ende des Zweiten Weltkriegs, vom 5. bis 11. April 1945, wurden um Landshut heftige Kämpfe ausgetragen. Landshut war zwar die erste befreite Gemeinde in Mähren, doch während der Kämpfe kamen 56 Einwohner ums Leben, 258 wurden verletzt und 229 Häuser wurden zerstört. Viele Einwohner, deren gesamter Besitz während der Kämpfe zerstört worden war, nahmen das Angebot an und zogen in Grenzgemeinden, aus denen nach dem Krieg die deutsche Bevölkerung vertrieben worden war.

 

Quelle:

https://www.lanzhot.cz/mesto-a-okoli/historie-1/historie-lanzhota/