Oberbobrau (Bobrau)


Oberbobrau gehört zu den ältesten Siedlungen im Raum Nové Město und ihre Entstehung wird vermutlich mit einem der ersten Kolonisatoren der Region, Přibyslav von Křižanov, in Verbindung gebracht. Sein Schwiegersohn Boček von Obřany gründete 1252 das Kloster in Žďár und stiftete diesem Zehnten aus Oberbobrau. Die Siedlung war offenbar bereits damals über beide Ufer des Baches Bobrůvka verteilt. Einen Teil von Oberbobrau erbte die Schwester von Bočeks Ehefrau, Eliška. Ihr zweiter Ehemann Hrabiš von Švábenice, der sich später „von Oberbobrau“ nannte, hatte hier seinen Sitz. Eliška schenkte wahrscheinlich diesen Teil der Siedlung (Unterbobrau) dem Zisterzienserkloster in Žďár, während der übrige Teil (Oberbobrau) im Besitz der Erben von Přibyslav von Křižanov verblieb.

Die Unterscheidung in Ober- und Unterbobrau wird erstmals im Jahr 1338 erwähnt. Oberbobrau wurde bereits vor 1368 zur Stadt erhoben, Unterbobrau erhielt diesen Status im Jahr 1462. Im Jahr 1464 wurde Oberbobrau Teil der Herrschaft Křižanov, als es Jan von Pernstein erwarb. Vilém und Vratislav von Pernstein übertrugen 1486 Oberbobrau vertraglich an das Kloster Žďár im Austausch gegen einen Teil von Křižanov.

Nach der Aufhebung des Klosters Žďár durch Kaiser Josef II. im Jahr 1784 übernahm der Religionsfonds dessen Besitz, teilte die klösterlichen Ländereien in fünf Teile und verkaufte sie nach und nach. Ober- und Unterbobrau wurden so Teil des Gutshofs Radešín, den F. Schneider im Jahr 1826 erwarb. 1850 wurden Ober- und Unterbobrau in den Gerichtsbezirk Nové Město eingegliedert, der im Zuge der Einrichtung des Bezirksamtes geschaffen wurde. Durch die Vereinigung von Ober- und Unterbobrau entstand 1950 die heutige Siedlung Bobrau.

Die Quelle:  https://mestysbobrova.cz/p/historie


Autoren

Unvollendet
Franz Kürschner

Geburtsdaten
23.03.1840
Oberbobrau (Bobrau)

Sterbedaten
22.08.1882
Troppau