Dobromilitz
Dobromilitz ist ein altes Dorf, dessen erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1280 stammt, als hier der Rittersitz der Herren von Dobromilitz bestand. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts stand hier ein Hof, der später der Erzdiözese Olmütz zufiel, und in Urkunden von 1368 werden weitere Höfe, Mühlen und Bäder genannt, was zeigt, dass das Dorf aus mehreren kleineren Anwesen mit unterschiedlicher Anzahl von Untertanen bestand. Die Besitzer dieser Höfe wechselten häufig durch Kauf oder Erbschaft bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts, als ein großer Teil von Dobromilitz von Matthias Žalkovský erworben wurde, der 1553 in den Adelsstand erhoben wurde und ein Wappen führte. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Dorf stark zerstört, und noch Mitte des 17. Jahrhunderts waren viele Anwesen verfallen.
Ende des 18. Jahrhunderts verkaufte das Landgericht Dobromilitz an Maria Anna, die freie Dame von Rychnov, die den Grafen Clam heiratete und einen Hof errichten ließ, der später nach ihr benannt wurde. Nach ihrem kinderlosen Tod fiel das Dorf an ihren Neffen, der es 1870 an den Erzbischof von Olmütz, Kardinal Fürstenberg, verkaufte. Dieser schenkte den Besitz dem Katholischen Unterstützungsverein der Erzdiözese Olmütz, und später ging er in den Besitz des Unterstützungsvereins der Priester der Erzdiözese über, dessen Rechtsnachfolger das Erzbistum Olmütz wurde.
Im 19. Jahrhundert modernisierte sich Dobromilitz allmählich und entwickelte sich zu einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinde. Nach 1848 wurde die Robotpflicht aufgehoben, und die meisten Grundstücke gingen in das Eigentum der Einwohner über, wodurch sich die traditionelle Wirtschaftsweise und Lebensbedingungen stark veränderten.
Im 20. Jahrhundert wurden das Dorfleben beide Weltkriege beeinträchtigt, die Verluste an Einwohnern und Besitz mit sich brachten. Nach 1948 wurde die Landwirtschaft kollektiviert und die private Bewirtschaftung durch eine Einheitliche Landwirtschaftliche Genossenschaft ersetzt, was den Alltag der Bewohner grundlegend veränderte. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfolgte eine schrittweise Modernisierung der Gemeinde durch den Bau neuer Straßen, öffentlicher Gebäude und die Verbesserung der Lebensbedingungen.
Nach 1989 wurde die Selbstverwaltung wiederhergestellt, und Dobromilitz begann, den Fokus stärker auf den Ausbau der Infrastruktur, die Renovierung öffentlicher Plätze und die Förderung des Gemeinschaftslebens zu legen. Heute verbindet die Gemeinde eine reiche historische Tradition mit modernen Lebensformen, wobei ihr ländlicher Charakter und das kulturelle Erbe bewahrt bleiben.
Die Quelle: https://www.dobromilice.cz/