Karl Bacher


Geburtsdaten
10.02.1884
Waltrowitz
Sterbedaten
08.07.1954
Steyr

Karl Bacher wurde als ältester von zwölf Kindern auf einem großen Bauernhof in Waltrowitz in Südmähren geboren. Das Gymnasium besuchte er in Znaim, anschließend studierte er an der Universität Wien Germanistik, Latein und Griechisch und wirkte 25 Jahre an Wiener Gymnasien als Mittelschullehrer. In den Jahren 1938-1945 wirkte er als Direktor auf dem Gymnasium in Znaim. Nach der Vertreibung flüchtete er nach Österreich, wo er schließlich in Steyr eine neue Heimat fand.

Bachers dichterisches Werk ist sehr vielfältig. Es begann mit Lyrik (z. B. Südmährische Gedichte 1922, Les´weinbeer 1937). Bacher wurde vor allem als Mundartdichter bekannt. Die tiefgründige Thematik seiner Dichtung sowie die absolute Reinheit seiner mundartlichen Ausdrucksweise blieben von anderen Mundartdichtern seiner Zeit unerreicht. Daneben entstanden zahlreiche Prosaerzählungen und eindrucksvolle Dramen wie Milirahmstrudl 1931 und Die rennende Reuter 1934.

Werke

Jahr der Publikation
Die Sache läßt sich einrenken 1918
Südmährische Gedichte 1922
Neue südmährische Gedichte 1922
Zeitige Ähan 1926
Mutter 1930
Milirahmstrudl 1931
Schnitthohn 1931
Drei in der Zwickmühle 1931
Der Goethebauer 1932
Bauer und Knecht 1932
Die rennende Reuter 1934
Zeitige Troader oder De Heilign drei Künign bein Heiratstiftn 1936
Les´weinbeer 1937
Mutter 1939
Meier Helmbrecht 1939
Ums Ausnohmsstübl 1940
Der Landrichter von Urbau 1943
Dos Ockermandl 1943
König Lear in Bauerngwond 1945
Der Wettermacher vo Dumbachl 1945
Wer ist der Rechte? 1949
Die Gnade und Die Kieselsteine 1949
A Loabl Brot vo dahoam 1951
Ausklabte Äpfln 1952
Herdfeuer vo dahoam 1953
Dos Liad vo der Thaya 1974
A Gsong vo dahoam 1983

Forschungsliteratur

Settele, Matthias: Der südmährische Mundartdichter Karl Bacher, Leben, Werk und Sprache. Diss. Wien 1963.
Settele, Matthias: Karl Bacher zum 100. Geburtstag. Vortrag. Südmährischer Landschaftsrat (D-7340 Geislingen/Steige) 1984.