Colette Hocheneder
- Geburtsdaten
- 14.02.1890
- Olmütz
- Sterbedaten
- 25.05.1981
- Graz
Gebiete
Olmütz-Region
Olmütz
Graz
Colette Hocheneder, eigentlich Bertha Koletta Maria Aloisia Buchberger, war eine österreichische Journalistin, Schriftstellerin und Lyrikerin, deren Leben und Werk eng mit Graz sowie mit der deutschsprachigen Literatur und Publizistik des 20. Jahrhunderts verbunden waren. Sie wurde am 14. Februar 1890 in Olmütz (Mähren) geboren und starb am 25. Mai 1981 in Graz. Neben ihrem bürgerlichen Namen verwendete sie den Schriftstellernamen Colette Hocheneder sowie die Pseudonyme H. C. und X. I.
Sie stammte aus einer sudetendeutschen Beamtenfamilie. Ihr Vater war in Olmütz als Oberlandesgerichtsrat tätig. Nach seiner Pensionierung übersiedelte die Familie nach Graz, das in der Folge zum wichtigsten Lebensmittelpunkt und Wirkungsort der späteren Schriftstellerin wurde.
In Graz besuchte sie eine Höhere Töchterschule, wo sie ihre Kenntnisse in Englisch und Französisch vertiefte. Ihre sprachliche Ausbildung setzte sie im Ausland fort. Im Jahr 1912 erwarb sie in London ein Sprachendiplom. Ihre guten Fremdsprachenkenntnisse ermöglichten ihr später zahlreiche Reisen und bildeten zugleich eine wichtige Grundlage für ihre Tätigkeit als Reiseschriftstellerin.
Das Reisen nahm einen bedeutenden Platz in ihrem Leben und in ihrem literarischen Schaffen ein. Sie unternahm zahlreiche Reisen durch Europa und besuchte unter anderem England, Frankreich, Spanien, Italien, die Türkei und Schweden. Die dabei gewonnenen Eindrücke wurden zu einer wichtigen Inspirationsquelle für ihre spätere Tätigkeit als Reiseautorin. Ihre Texte verbanden Reisebeobachtungen mit journalistischer Berichterstattung, Feuilleton und literarischer Darstellung.
Im Jahr 1914 heiratete sie einen Hauptmann des k. k. Generalstabskorps. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor. Nach dem Tod ihres Mannes blieb sie in Graz und war neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit auch als Fremdenführerin tätig. Diese Arbeit entsprach ihren sprachlichen Fähigkeiten, ihren Kenntnissen des Auslandes und ihren umfangreichen Reiseerfahrungen.
Seit den 1920er Jahren widmete sie sich zunehmend der journalistischen und literarischen Arbeit. Ab etwa 1926 veröffentlichte sie regelmäßig, nach den vorliegenden Quellen auch wöchentlich, Beiträge in mehreren bedeutenden deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften. Ihre Reiseberichte und Feuilletons erschienen unter anderem in der Grazer Tagespost, in der Wiener Neuen Freien Presse und im Neuen Wiener Tagblatt, in der satirischen Zeitschrift Simplicissimus sowie im Schweizer Zürcher Schweizer Frauenblatt. Damit war ihre publizistische Tätigkeit über Österreich hinaus im gesamten deutschsprachigen Raum präsent.
Für ihre literarische Arbeit erhielt sie 1938 den Erzählerpreis der Zeitschrift Die neue Linie. Ein Jahr später, 1939, erhielt sie die offizielle Zulassung als hauptberufliche Reise- und Feuilletonschriftstellerin. Damit war ihre schriftstellerische Tätigkeit nicht nur eine gelegentliche Form des journalistischen Schreibens, sondern als Beruf anerkannt.
Hocheneder beschränkte sich nicht auf journalistische Arbeiten. Sie wird auch als Lyrikerin und Schriftstellerin geführt. Ihr literarisches Schaffen umfasste neben Reiseberichten und Feuilletons auch belletristische Werke. Zu ihren nachweisbaren Buchveröffentlichungen gehören der Roman Frau ohne Schleier, der 1957 erschien, sowie der Roman Wundes Herz wird wieder heil, der 1960 veröffentlicht wurde.
Ein weiterer wichtiger Abschnitt ihrer späteren beruflichen Tätigkeit begann 1960, als sie die Zeitschrift Die berufstätige Frau Österreichs redigierte. Damit engagierte sie sich auch publizistisch für die Lebens- und Arbeitswelt berufstätiger Frauen in Österreich.
Colette Hocheneder blieb bis zu ihrem Lebensende mit Graz verbunden. Sie starb dort am 25. Mai 1981 im Alter von 91 Jahren. Ihr Leben stellt ein bemerkenswertes Beispiel für die berufliche Laufbahn einer Frau dar, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine umfassende sprachliche Ausbildung erhielt, zahlreiche Reisen unternahm und sich über mehrere Jahrzehnte hinweg eine professionelle Stellung in der damals überwiegend männlich geprägten Welt des Journalismus und der Literatur erarbeitete.
Ihr Werk umfasst insbesondere Reiseliteratur, Feuilleton, Journalismus, Lyrik und Belletristik. Zugleich bietet es Einblicke in die kulturelle und gesellschaftliche Welt des deutschsprachigen Mitteleuropas im 20. Jahrhundert. Zu ihren wichtigsten nachweisbaren Veröffentlichungen zählen die Romane Frau ohne Schleier (1957) und Wundes Herz wird wieder heil (1960).
Colette Hocheneder, mit bürgerlichem Namen Bertha Koletta Maria Aloisia Buchberger, war eine österreichische Journalistin, Schriftstellerin und Lyrikerin. Sie wurde am 14. Februar 1890 in Olmütz in eine sudetendeutsche Beamtenfamilie geboren und starb am 25. Mai 1981 in Graz. Ab Mitte der 1920er Jahre veröffentlichte sie Reiseberichte und Feuilletons in führenden deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften, insbesondere in der Grazer Tagespost, der Neuen Freien Presse, dem Neuen Wiener Tagblatt, dem Simplicissimus und dem Zürcher Schweizer Frauenblatt. 1938 erhielt sie den Erzählerpreis der Zeitschrift die neue linie und 1939 die Zulassung als hauptberufliche Reise- und Feuilletonschriftstellerin. Ab 1960 redigierte sie die Zeitschrift Die berufstätige Frau Österreichs. Zu ihren Werken gehören unter anderem die Romane Frau ohne Schleier (1957) und Wundes Herz wird wieder heil (1960). Sie veröffentlichte auch unter den Pseudonymen H. C. und X. I.