Helenenthal


Helenenthal ist eine Siedlung und ein Stadtteil von Iglau, die im 19. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Entwicklung der Textilproduktion entstand. An der Stelle einer ehemaligen Mühle an der Iglauer Fluss wurde 1856 eine Tuchfabrik gegründet, die später erweitert wurde und zu einem bedeutenden Produktionsbetrieb der Region zählte. Um die Fabrik entstand eine Arbeitersiedlung, die allmählich den Kern des neuen Ortes bildete. 1887 wurde im Areal eine vierklassige Volksschule errichtet, die den Kindern der Fabrikarbeiter diente und zu einem charakteristischen Bauwerk des Areals wurde.

Im Fabrikkomplex wurde zudem eine repräsentative Villa des Eigentümers Karl Löw im Stil der Tudor-Gotik errichtet, inspiriert durch einen Aufenthalt des Besitzers in England und in Zusammenarbeit mit dem Architekten Charles Voysey. Die Villa wurde innerhalb des Fabrikgeländes platziert, um die Produktionsabläufe zu überblicken. Die Innenräume, einschließlich des Rittersaals, der Kassettendecken und der Holzbalkendecken, bewahrten ihre ursprünglichen Details. Das Areal umfasst zudem steinerne Innenhöfe, Reliefs und Dekorationen, die an englische Architektur und gotische Elemente erinnern.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Fabrikgebäude in eine Lehranstalt umgewandelt und später zur Střední uměleckoprůmyslová škola Helenenthal. Helenenthal wurde schrittweise in die Stadt Iglau integriert und vereint heute Wohnbebauung mit historischen Industriegebäuden, die einen bedeutenden kulturellen und architektonischen Wert für die Region darstellen.

Das Leben und Werk von Hubert Nerad ist mit diesem Ort verbunden.

Quelle: https://pamatkovykatalog.cz/tovarna-na-sukno-karla-loewa-19818317


Autoren

Unvollendet
Hubert Nerad

Geburtsdaten
29.09.1889
Bergersdorf

Sterbedaten
09.03.1952
Hjördlundegaard / p Slangerup in Dänemark