Buchbergsthal (Würbenthal)


Die Anfänge von Buchbergsthal (Würbenthal) reichen bis in das 13. Jahrhundert zurück, als an der bedeutenden Handelsstraße von Freudenthal über Zuckmantel nach Schlesien eine erste Siedlung entstand. Zum Schutz dieser Handelsverbindung wurde auf dem Schlossberg die Burg Fürstenwalde errichtet, die erstmals 1348 urkundlich erwähnt wird. Die unterhalb der Burg gelegene Siedlung wurde auf Veranlassung des Troppauer Herzogs Nikolaus II. erneuert, ging jedoch während der Kriege Matthias Corvinus' erneut zugrunde; dabei wurde auch die Burg erheblich beschädigt. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gelangte die Herrschaft in den Besitz der Herren von Würben, die den Abbau von Gold und anderen Erzen förderten. Im Jahr 1611 erhielt Würbenthal die Privilegien einer Bergstadt, wodurch seine Bedeutung als regionales Zentrum des Bergbaus offiziell bestätigt wurde.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts stützte sich die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt vor allem auf die industrielle Produktion. Es entstanden Textilbetriebe, Flachsspinnereien, Fabriken für Nähgarne, Metallwaren, Drähte und Ketten, eine chemische Fabrik zur Herstellung von Schwefelsäure sowie eine Glashütte. Eine bedeutende Rolle spielte die Unternehmerfamilie Grohmann, die maßgeblich zur Entwicklung der Textil- und Metallindustrie beitrug. Den wirtschaftlichen Aufschwung förderten der Bau der Reichsstraße im Jahr 1844 sowie die Eröffnung der Eisenbahnverbindung nach Milotitz im Jahr 1880. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden eine städtische Wasserleitung und die Elektrizitätsversorgung eingerichtet, wodurch die Modernisierung der Stadt weiter vorangetrieben wurde.

Nach der Gründung der Tschechoslowakei blieb Würbenthal überwiegend deutschsprachig. Mit der Angliederung des Sudetenlandes an das Deutsche Reich im Jahr 1938 wurde die Stadt Teil des nationalsozialistischen Staates. Der Zweite Weltkrieg endete hier am 8. Mai 1945 mit dem Einmarsch der Roten Armee ohne größere Kampfhandlungen. Es folgten die Vertreibung der deutschen Bevölkerung und die Ansiedlung tschechischer Neubewohner, wodurch sich die ethnische und wirtschaftliche Struktur der Stadt grundlegend veränderte.

https://www.vrbnopp.cz/cs/o-meste/mesto-vrbno-pod-pradedem/historie.html


Autoren

Josef Lowag

Geburtsdaten
18.09.1849
Einsiedel (Würbenthal)

Sterbedaten
14.03.1911
Würbenthal

Unvollendet
Janus Silvestris

Geburtsdaten
13.08.1865
Buchbergsthal (Würbenthal)

Sterbedaten
12.11.1935
Hohenau an der March

Unvollendet
Hedwig Teichmann

Geburtsdaten
30.07.1875
Buchbergsthal (Würbenthal)

Sterbedaten
04.01.1949
Gedern