Dainkowitz


Die Geschichte der Gemeinde Dainkowitz, gelegen im nordöstlichen Teil der Vysočina-Region auf der historischen Grenze zwischen Mähren und Böhmen, reicht in die Zeit der mittelalterlichen Kolonisation zurück, als das Gebiet allmählich für landwirtschaftliche Zwecke besiedelt wurde. Die älteste schriftliche Erwähnung des Dorfes stammt aus dem Jahr 1350, als Filip der Jüngere von Pernstein seinen Besitz, einschließlich des Dorfes Dainkowitz, an Ingrowitz von Pernstein verkaufte. Dies deutet darauf hin, dass die Gemeinde an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert als Teil des größeren Pernsteinischen Herrschaftsgebietes gegründet wurde, das auch die benachbarten Siedlungen Ingrowitz und Nové Město umfasste.

In der Frühen Neuzeit blieb Dainkowitz Teil der Herrschaft Ingrowitz, und die Bewohner widmeten sich der Landwirtschaft in der hügeligen Landschaft der Vysočina, ergänzt durch lokale Handwerke. Mitte des 18. Jahrhunderts verfügte das Dorf über acht Bauernhöfe und dreizehn Tagelöhnerfamilien. Nach Erlass des Toleranzpatents im Jahr 1781 entwickelte sich Dainkowitz zu einem der Zentren des protestantischen Glaubens in der Region, und die Bewohner schlossen sich der evangelischen Gemeinde von Ingrowitz an. Kurz darauf wurde eine hölzerne Bethalle errichtet, die 1818 durch ein steinernes Gebäude ersetzt wurde, das bis heute zu den bedeutenden Denkmälern der Gemeinde gehört.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Gemeinde im Zuge sozialer und administrativer Veränderungen nach der Aufhebung der feudalen Verwaltung; es wurde eine Gemeindeverwaltung eingerichtet, moderner Schulunterricht eingeführt, und es kam zu allmählichen Veränderungen in Wirtschaft und Demografie. Ein Teil der Bevölkerung zog in die nahegelegenen Städte Nové Město na Moravě und Žďár nad Sázavou oder ins Ausland zur Arbeit. In den Jahren 1898–1899 wurde in Dainkowitz eine neue Schule errichtet und einige Jahre später eine Gemeindebibliothek gegründet, die zum Zentrum des gesellschaftlichen Lebens wurde.

Im 20. Jahrhundert durchlief Dainkowitz weitere Veränderungen – es entstanden neue Einrichtungen und Gebäude wie ein Kulturhaus, Wasserversorgung und Abwasserkanalisation, außerdem wurde eine Kindererholungsstätte errichtet. Während des Zweiten Weltkriegs kam es zu intensiven Ereignissen im Zusammenhang mit der deutschen Besatzung und dem Leben der Bewohner.

Die Quelle: https://www.dankovice.cz/historie/historie-obce


Autoren

Unvollendet
Karel Jan Rohan

Geburtsdaten
05.04.1852
Dainkowitz

Sterbedaten
05.03.1920
Prag