Gerstenfeld
Gerstenfeld (tschechisch Ječmeniště) ist ein ehemaliges Dorf an der tschechisch-österreichischen Staatsgrenze, ungefähr 13 km südöstlich von Znaim.
Das Dorf entstand im Vergleich zu anderen Orten in der Umgebung sehr spät - erst 1787, und zwar auf Grundstücken des aufgehobenen Kloster Louka (Klosterbruck) bei Znaim. Der Ortsname wurde vom einem gewissen Ingenieur von Gersten abgeleitet, der die Parzellierung leitete. Während des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Gerstenfeld zu einem lebendigen Dorf mit mehr als 250 Einwohner, einer Schule, Kapelle, einem Gasthaus... Dank den Naturbedingungen der Gegend handelte es sich auch um ein Winzerdorf.
Die deutsche Bevölkerung wurde 1945 ausgesiedelt, dasselbe Schicksal traf aber sechs Jahre später auch die neuen tschechischen Siedler. Das Dorf befand sich nämlich zu dicht am Eisernen Vorhang, also wurden die Häuser abgerissen. Aus dem Dorf sind nur die Kapelle, das Gebäude des Grenzschutzes und die künstliche Burgruine "Lampelberg" übriggeblieben.
Gerstenfeld ist der Geburtsort von Karl Hellmut Schoblik (1898-?).
https://www.obec-vrbovec.cz/turista/tipy-na-vylet/lampelberg-a-jecmeniste/