Schönstein bei Troppau


Die Gemeinde Schönstein bei Troppau entstand wahrscheinlich bereits vor dem Jahr 1200 im Zuge der inneren Kolonisation, als bislang unbesiedelte Waldgebiete erschlossen wurden. Ihre Gründung wird mit einem Lokator namens Zibota in Verbindung gebracht, nach dem die Siedlung auch benannt wurde. Das Dorf wies den typischen Charakter eines Waldhufendorfes auf, bei dem die Häuser entlang eines Weges angeordnet waren und sich dahinter lange, schmale Ackerstreifen erstreckten. Die ursprüngliche Siedlung samt Feste wurde beim Einfall der Tataren im Jahr 1241 zerstört, in der Folge jedoch wieder aufgebaut.

Die erste schriftliche Erwähnung der Gemeinde stammt aus dem Beginn des 14. Jahrhunderts. Im Laufe ihrer Geschichte gehörte die Ortschaft verschiedenen Adelsgeschlechtern und war Teil von Besitzungen, die mit dem Olmützer Bistum verbunden waren. In der Vergangenheit trug sie auch die deutsche Bezeichnung Schönstein. Nach und nach wurde auch das benachbarte Dorf Hertice angeschlossen, das bereits im Jahr 1251 erstmals urkundlich erwähnt ist und seit 1523 einen festen Bestandteil der Gemeinde bildet.

In der Neuzeit kam es zu einem Wechsel der Grundherren sowie zu einer allmählichen Entwicklung der Siedlung. Eine bedeutende bauliche Dominante stellt das Schloss dar, das im 18. Jahrhundert entsprechend den damaligen architektonischen Strömungen umgestaltet wurde. Einen stärkeren Aufschwung erlebte die Gemeinde insbesondere an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, als zentrale Einrichtungen wie Schule, Kirche und Wirtschaftsgebäude errichtet wurden. Die weitere Entwicklung wurde auch durch die Ereignisse des 20. Jahrhunderts geprägt, insbesondere durch den Zweiten Weltkrieg, nach dem es zu Veränderungen in den Eigentumsverhältnissen und in der Nutzung der lokalen Objekte kam.

Die Quelle: https://www.dolnizivotice.cz/obec-7/historie/


Autoren

Maria Razumovsky

Geburtsdaten
09.03.1923
Schönstein bei Troppau

Sterbedaten
04.01.2015
N/A