Srbetz
Die erste schriftliche Erwähnung der Gemeinde Srbetz stammt aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, als sie in Urkunden des Bistums Olmütz genannt wird. Im 14. Jahrhundert erscheint der Ortsname in verschiedenen Formen, bevor sich die heutige Bezeichnung herausbildete. Im Mittelalter war der Besitz im Dorf unter mehreren Angehörigen des niederen Adels aufgeteilt, zudem bestand hier ein Freihof, der als Sitz der örtlichen Vladiken diente.
Im Jahr 1481 kam es zur Vereinigung des bis dahin zersplitterten Besitzes und zur Angliederung der Gemeinde an die Herrschaft Moritz. In den folgenden Jahrzehnten wechselten die Eigentümer, und gegen Ende des 16. Jahrhunderts gelangte Srbetz in den Besitz des bedeutenden mährischen Geschlechts von Zierotin. Nach den Konfiskationen nach der Schlacht am Weißen Berg ging die Gemeinde in den Besitz des Hauses Liechtenstein über und wurde anschließend dem Paulanerkloster in Wranau bei Brünn geschenkt. Der Dreißigjährige Krieg brachte Verwüstungen und einen erheblichen Rückgang der Wirtschaft. Im kirchlichen Besitz blieb die Gemeinde bis zur Aufhebung des Klosters durch Kaiser Joseph II. im Jahr 1784. Im 19. Jahrhundert wurde sie Teil des Besitzes der Erzdiözese Olmütz.
Im 20. Jahrhundert teilte Srbetz das Schicksal anderer mährischer Landgemeinden. Der Erste Weltkrieg griff tief in das Leben der Einwohner ein; nach der Entstehung der Tschechoslowakei folgten eine schrittweise Modernisierung und der Ausbau der Infrastruktur. Der Zweite Weltkrieg brachte weitere Einschränkungen und Unsicherheit. Nach 1948 wurde die Landwirtschaft kollektiviert und die private Bewirtschaftung durch eine einheitliche landwirtschaftliche Genossenschaft ersetzt, was eine grundlegende Veränderung der traditionellen Lebensweise bedeutete. In den folgenden Jahrzehnten kam es zu einer technischen Weiterentwicklung der Gemeinde und zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen. Nach 1989 wurde die kommunale Selbstverwaltung erneuert, und die Gemeinde richtete ihr Augenmerk verstärkt auf den Ausbau der Infrastruktur, die Pflege öffentlicher Räume und die Förderung des gemeinschaftlichen Lebens.
Die Quelle: https://www.srbce.cz/historie-obce-srbce