Kamenitz


Kamenitz entstand vermutlich bereits im 12. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Kolonisationstätigkeit des Benediktinerklosters Trebitsch. Ursprünglich handelte es sich um landesherrlichen Besitz, den König Wenzel II. dem Kloster bei der Gründung der Propstei Meziříčí schenkte. Die erste schriftliche Erwähnung der Gemeinde stammt aus dem Jahr 1358. Dank ihrer Lage an einer bedeutenden Handelsstraße, die Trebitsch, Polna und Iglau miteinander verband, entwickelte sich Kamenitz allmählich zu einem natürlichen wirtschaftlichen und verwaltungsmäßigen Zentrum des weiteren Umlandes.

Nach der Aufhebung des Klosters Trebitsch im Jahr 1468 gelangte die Gemeinde in weltlichen Besitz. In den folgenden Jahrhunderten wechselten sich hier mehrere Adelsgeschlechter ab, darunter die Herren von Sternberg, von Pernstein sowie die Osovský von Doubravice, die den weiteren Ausbau und die Entwicklung des Ortes maßgeblich beeinflussten. Bereits im 16. Jahrhundert besaß Kamenitz den Status eines Marktfleckens mit eigener Selbstverwaltung, Marktrechten und einem entwickelten handwerklichen Umfeld.

Eine bedeutende Dominante des Ortes wurde die Kirche St. Jakob der Ältere, deren älteste Bauteile romanischen Ursprungs sind und die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach baulich verändert wurde. Kamenitz war in der Vergangenheit wiederholt von Bränden, Epidemien und kriegerischen Ereignissen betroffen, insbesondere während des Dreißigjährigen Krieges, der einen wirtschaftlichen Niedergang der gesamten Region zur Folge hatte. Trotz dieser Belastungen konnte der Ort seine regionale Bedeutung bewahren.

In der Neuzeit wandelte sich die Stellung von Kamenitz im Zusammenhang mit der Entwicklung der Verkehrswege und der wirtschaftlichen Verhältnisse, dennoch blieb der Ort ein wichtiges lokales Zentrum. Die historische Entwicklung der Gemeinde ist bis heute in ihrer städtebaulichen Struktur, der Gestaltung des Marktplatzes sowie in den erhaltenen sakralen und profanen Bauwerken ablesbar, die den Charakter des Ortes prägen.

Quelle: https://www.kameniceujihlavy.cz/strucna-historie-kamenice


Autoren

Unvollendet
Franz Krommer (Kramář)

Geburtsdaten
27.11.1759
Kamenitz

Sterbedaten
08.01.1831
Wien