Die Geschichte von Kožichovice reicht bis in das Jahr 1101 zurück, als der Ort erstmals in der Gründungsurkunde des Benediktinerklosters in Třebíč urkundlich erwähnt wird. Über Jahrhunderte war das Dorf Teil des klösterlichen Grundbesitzes, wobei seine Entwicklung maßgeblich durch kriegerische Ereignisse und Naturkatastrophen geprägt wurde. Während der Hussitenkriege litt die Siedlung erheblich, und im Jahr 1468 wurde Kožichovice im Zuge des Feldzuges von Matthias Corvinus gegen Třebíč zusammen mit zwei Mühlen niedergebrannt. Eine weitere schwere Zäsur stellte der Dreißigjährige Krieg dar, nach dem das Dorf nur mit großem Aufwand wiederaufgebaut werden konnte. Wiederholte Hungersnöte und Missernten in den Jahren 1713–1716, 1765–1769 sowie 1771–1772 führten zu großer Not und erhöhter Sterblichkeit, dennoch behauptete Kožichovice seine bedeutende Stellung unter den Dörfern der Herrschaft Třebíč.
Im 19. Jahrhundert wurde der Ort durch die Napoleonischen Kriege, den außergewöhnlich strengen Winter des Jahres 1830, zahlreiche Brände sowie Seuchen heimgesucht, insbesondere durch die Choleraepidemie von 1866. Gleichzeitig setzte jedoch eine allmähliche Entwicklung ein, die sich im Bau einer Schule, der Kapelle der Heiligen Cyrill und Method sowie im Ausbau der Infrastruktur widerspiegelte. Der Erste Weltkrieg brachte Mobilmachung und menschliche Verluste, der Zweite Weltkrieg zwang die Bevölkerung zu Zwangsarbeit, unterwarf sie einem strengen Rationierungssystem und führte zur Verfolgung einzelner Einwohner. Nach 1945 folgten Kollektivierung, der Bau eines eigenen Friedhofs sowie kultureller, technischer und infrastruktureller Einrichtungen. Mit der erneuten Selbstständigkeit der Gemeinde im Jahr 1993 begann eine neue Phase der kommunalen Entwicklung, die 1999 mit der Verleihung des Gemeindewappens und der Gemeindefahne ihren symbolischen Abschluss fand.
Quelle: https://www.kozichovice.cz/obec/o-obci/z-historie/