Dzieditz (Czechowitz-Dzieditz)


Dziedzitz (polnisch Dziedzice, tschechisch Dědice) ist eine ehemalige Gemeinde in Teschener Schlesien, heute in der Woiwodschaft Schlesien in Südpolen. Dziedzitz ist heute Teil der Stadt Czechowice-Dziedzice, die ungefähr 35 000 Einwohner hat.

Zum ersten Mal wird Dziedzitz im Jahr 1427 erwähnt. Bis in die Hälfte des 19. Jahrhunderts handelte es sich um ein von der Landwirtschaft geprägtes Dorf, was sich aber radikal nach dem Bau der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn von Wien nach Krakau. Die Bahn erreichte Dziedzitz im Jahre 1855. Der Ort wurde allmählich zu einem bedeutenden Eisenbahnknotenpunkt, worauf rasche Entwicklung der Industrie folgte (Rafinerie, Kohlenbergwerk...). Zwischen 1880 und 1910 verdoppelte sich die Einwohnerzahl der beiden Orte auf etwa 9500, wovon etwa drei viertel Polen waren. Dziedzitz und Czechowitz waren in dieser Zeit ein Zentrum der polnischen Nationalbewegung in Teschener Schlesien - z. B. einige hiesige Priester wurden als Autoren von polnischen Gebetbüchern bekannt.

Nach dem ersten Weltkrieg fielen Dziedzitz und Czechowitz an Polen, zu einer Stadt wurden sie zuerst 1940 unter der deutschen Besatzung verbunden, und zum zweiten Mal und definitiv dann 1951. 

Dziedzitz ist der Geburtsort von Viktor Otte.

 

https://czechowice-dziedzice.pl/gmina/historia-i-zabytki

 


Autoren

Unvollendet
Viktor Otte

Geburtsdaten
02.07.1887
Dzieditz (Czechowitz-Dzieditz)