Max Zweig: Ragen

Tragödie in 5 Akten
Jahr der Publikation
1925
Verlag
Oesterheld&Co. Verlag
Publikationsort
Berlin
Gattung
Drama
Bibliographische Daten
Ragen. Tragödie in 5 Akten. Oesterheld&Co. Verlag, Berlin1925
Art der Veröffentlichung
Separate Veröffentlichung

 Als Max Zweig  das bereits 1917 begonnene Drama Ragen fertigstellen wollte, scheitere dieses Vorhaben an einer plötzlich auftretenden Schreibhemmung. Zweig gab seinem Vater die Schuld, ihn durch das aufgezwungene Studium der Kreativität beraubt zu haben. So ist es kein Wunder, daß Ragen eigentlich eine klassische Vatermordgeschichte enthält: der um die Herrschaft (Kreativität) betrogene Königssohn möchte den unrechtmäßigen Herrscher (Vater) töten, doch fehlt ihm die Kraft dazu, so daß er einen Freund bittet, stellvertretend für ihn die Tat auszuführen; erst am Ende schafft Ragen es, die Verantwortung für die Tat zu übernehmen. Das Drama konnte erst 1924 mit Unterstützung des Freundes Paul Ernst, vollendet werden. Ragen wurde in Mannheim am Nationaltheater aufgeführt, die Aufführung war ein Achtungserfolg für das Erstlingswerk eines Dramatikers - Zweig selbst jedoch war mit der Inszenierung, bei der er unterstützend mitwirken durfte, sehr unzufrieden. Die zweite Aufführung des Werkes in Koblenz fand ohne seine Mitwirkung statt.

Der Erfolg von Ragen reichte aus, um Zweigs Vater mit den schriftstellerischen Plänen zu versöhnen.

Eva Reichmann