Bey Allerhöchst-beglückten Belyager Haimbführungs Und Nahmens-Sonne Deß Allerdurchleuchtigst. Großmächtigst. vnd Vnüberwindlichten Fürsten und Herrn Herrn LEOPOLDI Erwöhlten Römischen Kayers / auch zu Hungarn vnd Böheimb Königs u. Ertz-Hertzog zu Oesterreich u. Dann wieder der Allerduchleuchtigsten vnd Großmächtigsten Fürstin vnd Frauen / Frauen CLAUDIAE FELICITAE Römischen Kayserin u. Ertz-Hertzogin zu Oesterreich. zu allen Kyserl. wohl ergehen / vnverwelcklichen Nachruhm vnd aller vnderthänigst. gehorsamsten Ehren aufgesetzt / vnd duch ein einfältiges Hürten-Gespräch allerfeurlichst besungen. Von Beeder Kayersl. Mayest. vnsterblicher Nahmen ewigen Anbeter.
- Jahr der Publikation
- 1673
- Verlag
- Michael Thurnmayr
- Publikationsort
- Wien
- Gattung
- Gedicht
- Bibliographische Daten
- Donau-Syren. Bey Allerhöchst-beglückten Belyager Haimbführungs Und Nahmens-Sonne Deß Allerdurchleuchtigst. Großmächtigst. vnd Vnüberwindlichten Fürsten und Herrn Herrn LEOPOLDI Erwöhlten Römischen Kayers / auch zu Hungarn vnd Böheimb Königs u. Ertz-Hertzog zu Oesterreich u. Dann wieder der Allerduchleuchtigsten vnd Großmächtigsten Fürstin vnd Frauen / Frauen CLAUDIAE FELICITAE Römischen Kayserin u. Ertz-Hertzogin zu Oesterreich. zu allen Kyserl. wohl ergehen / vnverwelcklichen Nachruhm vnd aller vnderthänigst. gehorsamsten Ehren aufgesetzt / vnd duch ein einfältiges Hürten-Gespräch allerfeurlichst besungen. Von Beeder Kayersl. Mayest. vnsterblicher Nahmen ewigen Anbeter. Michael Thurnmayr, Wien 1673.
- Art der Veröffentlichung
- Separate Veröffentlichung
Das Gedicht ist von einer nicht zu übersehenden Gelehrsamkeit, die im panegyrischen Barockschwulst hinlänglich zur Schau gestellt wird. Die „von den Mährischen Parnasso gebohrene“ Donau-Syren, 1673 zu „allen Kayserl. wohl ergehen / unverwelcklichen Nachruhm und aller underthänigst:gehorsambsten Ehren auffgesetzt / und durch ein einfältiges Hürten=Gespräch allerfeurlichst besungen. Von Beeder Kayserl. Mayest. Unsterblicher Nahmen ewiger Anbetter. Johann Georg Gettner“, besingt in prätentiösen Tönen die Verbindung des Kaisers mit der Tiroler Erzherzogin. In einer allegorischen Rahmenhandlung wird zunächst des vorangegangenen Todesfalls (der spanischen Infantin Margarita Teresa, der ersten Frau Leopolds) gedacht: Silvanus, ein Schäfer aus den „Marich-Wäldern“, sucht Trost im ‚Trauer-Garten’ der Geschichte, in dem ihm die Tugend als höchster Wert und Basis jeglicher weltlichen Herrschaft gezeigt wird. Seine Betrachtungen aber werden unterbrochen durch seine Schäfergenossen Cypriander und Montanus, die ihm vom bevorstehenden Freudenereignis berichten. Überwältigt von der Nachricht singt Silvanus nun als erster ein kunstvolles Loblied auf das Herrscherpaar. Gettners zeittypisches, in Wien gedrucktes Werklein geizt nicht mit Bildungsgut: Indem er ein dichtes Netz an mythologischen und historischen Verweisen knüpft, unterstreicht der Autor in seiner Eloge die weltgeschichtliche Bedeutung, ja Einzigartigkeit des Ereignisses. Der Vergleich mit vergangenen Größen stellt dabei das Hochzeitspaar ein in einen Rahmen des ewigen Ruhms. Die eingeflochtenen lateinischen Sentenzen belegen darüber hinaus nicht nur den Kenntnisreichtum des Verfassers, sondern legitimieren im Allgemeinen den sittlichen Gehalt des Unternehmens.
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