Ilse Tielsch


Unvollendet
Pseudonym
Ilse Tielsch-Felzmann
Geburtsdaten
20.03.1929
Auspitz

Verbindungen
Fritz Felzmann
Elisabeth Lichtenecker

Ilse Tielsch, Tochter eines kulturell aktiven Ehepaars Fritz und Marianne Felzmann wuchs bis zum 16. Lebensjahr im elterlichen Haus und verfasste schon als Kind Gedichte und Theaterstücke. 1949 erhielt sie die österreichische Staatsbürgerschaft und ein Jahr später heiratete sie den Arzt Rudolf Tielsch. Ilse Tielsch arbeitete bereits während des Studiums der Germanistik und Zeitungswissenschaften an der Universität Wien als Bürohilfskraft und Journalistin, später unterrichtete sie Stenotypie und seit 1964 wirkte sie intensiv im literarischen Bereich, wobei sie als freie Schriftstellerin in Wien lebte. Unter anderem mitgründete sie die Gruppe „Podium“. Sie schrieb sowohl Prosa, als auch Lyrik und widmete sich unterschiedlichsten Themen, z. B. dem Hass und der Intoleranz zwischen den Völkern oder der Verknüpfung vom Menschen, Natur und Geschichte. Ihre Werke wurden in großem Maße übersetzt und in vielen Ländern publiziert. Die Autorin ist ebenfalls Trägerin mehrerer literarischer Preise.

Werke

Jahr der Publikation
Aber das Herz hängt daran 1955
Stillere Heimat 1955
In meinem Orangengarten 1964
Brief ohne Anschrift 1966
Herbst mein Segel 1967
Lob der Heimat 1968
Südmährische Sagen 1969
Dichtung aus Niederösterreich 1969
Anrufung des Mondes 1970
Der Zug hält nicht in Bevignon 1970
Begräbnis eines alten Mannes 1970
Auf meiner Straße 1970
Tür an Tür 1970
Fährten 1970
Ein Licht in Nebel 1971
Grenzenzwischenfall 1971
Pondeliks Gäste 1971
Windbericht 1971
Eine unausrottbare Plage 1972
Die Barke 1972
Dann wird es schön sein 1973
Eine Vorahnung 1973
Begegnung in einer steirischen Jausenstation 1974
Der Zirkus und ich 1974
Andreas-Gryphius-Preisträger 1972/73 1974
Dichtung aus Niederösterreich 1974
Erinnerung an Großvater 1975
Gespräch im Steinbruch 1976
Verzückter Bereich 1976
Ein Elefant in unserer Straße 1977
Tauche ich in deinen Schatten 1977
Unkraut 1977
Nichts und doch alles haben 1977
Schuldschein bis morgen 1978
Österreich heute 1978
Zeit und Ewigkeit 1978
Zirkusgeschichte 1979
Erinnerung mit Bäumen 1979
Die Ahnenpyramide 1980
Erinnerung mit Bäumen 1980
Verlassener Horizont 1980
Nicht beweisbar 1981
Regenzeit 1981
Das Bildgedicht 1981
Heimatsuchen 1982
Verlassener Horizont 1982
Die Königin mit den goldenen Haaren 1983
Die Ahnenpyramide und Heimatsuchen als Roman in Fortsetzungen 1983
Dank an Esslingen 1983
Frage am Abend 1983
Fremder Strand 1984
Widerbild. Bogendruck des Marburger Kreises, dem Maler Heribert Losert gewidmet. 1983 1984
Europäische Begegnungen in Lyrik und Prosa 1984
Treffpunkt Grenze TV-Film Drehbuch 1985
Der närrische Knoll 1986
Weihnachtsbrief 1986
Zwischenbericht 1986
Der Solitär 1987
Die Früchte der Tränen 1988
Engel 1990
Die Zerstörung der Bilder 1991
Aus meinem ägyptischen Tagebuch 1991
Wortweben 1991
SchriftstellerIn? - Um Gotteswillen! 1993
Fällt ein kleines Blau vom Himmel 1994
Die Fremden sind immer die andern 1995
Frau N. geht um den See 1996
Gespräch mit dem Lehrer Leopold H. 1996
Literatur ist Leidenschaft 1996
Rückkehr zu Katrin 1999
Lob der Fremdheit 1999
Der August gibt dem Bauer Lust 2000
Eine Winterreise 2000
Unterwegs 2009
Das letzte Jahr 2017

Forschungsliteratur

Czysarz, Herbert: Ilse Tielsch-Felzmann. Wiesbaden Podzun 1966.
Schicht, Elisabeth/ Sprongl, Norbert: Wer im Werk den Lohn gefunden. St. Pölten u. Wien NÖ Pressehaus 1976.
Krolow, Karl: Ein Paar Augenblicke Wind. Frankfurter Allgemeine Zeitung (14. 8. 1981).
Paul, Johannes Wolfgang: Hausbrot. Grasl Baden 1984.
Leitenberger, Ilse: Angewiesen auf Liebe. Die Presse (24. 10. 1984).
Adel, Kurt: Heimatsuchen unter Landsleuten. Vertreibungsliteratur in Österreich. Sonderdienst 50/-85/ 32.
Ilse Tielsch. Zum 60.Geburtstag. NÖ Landesregierung. Verlag Styria 1986.
Kleibel, Carine: Zum Werk von Ilse Tielsch. Morgen Jg. 45 (1986) Wien.
Slovník spisovatelů německého jazyka a spisovatelů lužicko-srbských. Praha Odeon 1987.
Helbig, Louis Ferdinand: Der ungeheuere Verlust. Flucht u. Vertreibung in der deutschsprachigen Belletristik der Nachkriegszeit. Wiesbaden Otto Harrassowitz 1988.
Elgohary, Baher: Ilse Tielsch-Felzmanns Leben und Werk. Hamburg Borg 1988.
Stix, Gottfried W.: Still, eindringlich, umfassend. Zur Trilogie von Tielsch Morgen Jg. 2 (1989) Wien.
Graf-Blauhut, Heidrun: Sprache, Traum und Wirklichkeit. Zur österr. Kurzprosa des 20. Jh. Wien Braumüller 1990.