Rohatetz


Rohatetz liegt 5 km nordöstlich der Stadt Göding und gehört somit zur Region des Mährischen Slowakei. Die Gemeinde hat etwa 3 500 Einwohner und wird von der March durchflossen.

Die Geschichte der Gemeinde reicht weit zurück, die erste urkundliche Erwähnung von Rohatetz stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Der Name Rohatetz wurde in einer Urkunde von König Premysl Ottokar II. aus dem Jahr 1270 erwähnt. Die Besiedlung des Gebiets geht jedoch auf die Zeit des Großmährischen Reiches zurück, wie mehrere historische Funde in der Gemeinde belegen.

In Rohatetz kam es häufig zu Einfällen aus Ungarn, da durch die Gemeinde eine wichtige Handelsroute führte. Es wurde eine Festung errichtet, die zur Verteidigungsanlage vom Zusammenfluss von March und Thaya bis Spitinau gehörte, die Fürst Břetislav gerade zur Verteidigung gegen die Einfälle aus Ungarn errichten ließ. Alten Aufzeichnungen zufolge hatte Rohatetz bereits 1270 eine Kirche, die über der Festung stand. Seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde sie zur Pfarrkirche. Im Laufe mehrerer Jahrhunderte wurde sie mehrmals niedergebrannt. Seit dem 16. Jahrhundert war die Pfarrei lutherisch. Neben der Kirche befand sich auch ein Friedhof, der jedoch im 19. Jahrhundert aufgelöst wurde. Mittelalterlichen Aufzeichnungen zufolge beschäftigten sich die Einwohner mit Fischfang und Krebsfang, später auch mit Landwirtschaft.

Ein Teil von Rohatetz namens „Kolonie“ ist später entstanden. Er entstand an der Stelle eines ehemaligen Meierhofes aus der Wende zum 15. Jahrhundert. Zusammen mit Rohatetz und weiteren Gebieten erhielt diesen Meierhof Jan von Zierotin als Pfand. Unweit von Rohatetz errichtete die Familie der Herren und Grafen von Zierotineinen einen neuen Meierhof und eine Wassermühle. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte dieser Teil von Rohatetz einen großen Aufschwung. Karel und Rudolf Azpitz bauten hier 1863 eine der ersten Zuckerfabriken in Mähren. In ihrer Umgebung entstand eine Kolonie von Häusern für die Arbeiter, die dem Teil der Gemeinde seinen Namen gab. Im Jahr 1865 wurde hier auch ein Bahnhof errichtet, der ein Teil der damals neuen Kaiser Ferdinands-Nordbahn war. Der Teil namens „Soboňky“ gehört zu Rohatetz erst seit 1960, bis dahin unterstand er der Stadt Wratzow.

 

Quelle:

https://www.rohatec.cz/obec/historie/?ftresult_menu=Historie


Autoren

Otto Abeles

Geburtsdaten
01.05.1879
Rohatetz

Sterbedaten
01.06.1945
Tröbnitz bei Frankfurt an der Oder

Unvollendet
Josef Körner

Geburtsdaten
15.04.1888
Rohatetz

Sterbedaten
09.05.1950
Liboc bei Prag