Slawitschin
Die Region Slawitschin war von jeher besiedelt; archäologische Funde stammen aus der jüngeren Steinzeit, der Bronzezeit, der Eisenzeit sowie aus der frühen Mittelalterperiode und belegen die Existenz alter slawischer Gemeinschaften in diesem Gebiet. Die erste historische schriftliche Erwähnung von Slawitschin datiert auf das Jahr 1141. Laut einer Schenkungsurkunde des Olmützer Bischofs Bruno von Schauenburg wurde Slawitschin am 2. Juni 1256 als Lehen an Helembert de Turri übergeben; zu dieser Zeit standen dort bereits eine Kirche und ein Pfarrhaus, und Slawitschin verfügte über Markt-, Zoll- und Hochgerichtsbefugnisse. Die ursprüngliche Siedlung Mladotice und Slawitschin verschmolzen im Laufe der Zeit zu einer Einheit, die bis 1946 offiziell den Namen Slawitschin-Mladotice führte. Die Entwicklung der Stadt wurde in der Vergangenheit durch die Nähe zur ungarischen Grenze und zum Vlára-Pass geprägt, durch den zivilisatorische Einflüsse drangen und ebenfalls Truppen aus Ungarn, der Tataren und der Türken zogen.
In der Region entstanden Schulen früher als in anderen Teilen des Gebiets, wodurch Slawitschin zu einer bedeutenderen Siedlung zählte; die Bevölkerung lebte überwiegend von Landwirtschaft und Handwerk, wobei die Pelztierhaltung besondere Beachtung fand. Im 19. Jahrhundert gewann die Entwicklung der Schuhindustrie besondere Bedeutung, insbesondere durch den Unternehmer Josef Piveček, der 1860 eine Gerberei errichtete, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einer Fabrikproduktion entwickelte und nach dem Zweiten Weltkrieg um die Schuhfabrik der Marke Japis erweitert wurde. Einen weiteren Aufschwung erlebte die Stadt mit der Gründung der Vlára-Maschinenfabrik im Jahr 1936, wodurch der Maschinenbau zu einem weiteren wichtigen Industriezweig Slawitschins wurde.
Im 20. Jahrhundert wurden in Slawitschin neue Schulen errichtet, und das kulturelle, gesellschaftliche sowie sportliche Leben entwickelte sich weiter; 1910 wurde die Nationalschule gebaut und 1927 die Sokolhalle. Die Gemeinde setzte den Ausbau der Infrastruktur und die Verbesserung der Lebensbedingungen der Einwohner fort. Im Jahr 1964 wurde Slawitschin zur Stadt erhoben.
Die Quelle: https://www.mesto-slavicin.cz/