Göding


Die Stadt Göding liegt am Fluss March, etwa 55 km südöstlich von Brünn unweit der slowakischen Grenze. Göding hat knapp 24.000 Einwohner. Die Stadt liegt in der Region des Mährischen Slowakei, die für ihren Wein, ihre Trachten und ihre lebendigen folkloristischen Traditionen bekannt ist.

Die erste urkundliche Erwähnung der Gödinger Burg stammt aus dem Jahr 1169. Es handelt sich um eine Urkunde des Olmützer Fürsten Friedrich an die Benediktiner von Groß Raigern. In den Jahren 1236–1238 wurden der Stadt von Königin Konstanze von Ungarn weitreichende Privilegien verliehen. Im Jahr 1375 hat Göding Markgraf Jost von Mähren geerbt; knapp hundert Jahre später wurde Göding an Jan Kuna von Kunstadt verpfändet. Dieser legte durch die Eingliederung von Unter Bojanowitz und Luschitz sowie den Zukauf von Mutenitz den Grundstein für das Herrschaftsgut von Göding. Im Jahr 1511 erwirbt Wilhelm von Pernstein die Stadt und erhält sie in erblichen Besitz; bereits ein Jahr später übergibt er die Burg und das Herrschaftsgut an Heinrich von Leipa. Göding verliert den Titel einer Königsstadt und wird zu einer Untertanenstadt.

Im Laufe des 17. Jahrhunderts wechselt Göding noch viele weitere Besitzer, bis es 1692 in den Besitz der Liechtensteiner übergeht. Im Jahr 1762 wird die Stadt wieder verkauft, diesmal an den Ehemann der Kaiserin Maria Theresia, Franz Stephan von Lothringen.

Im Jahr 1821 wird eine Tabakfabrik in die Räumlichkeiten des ehemaligen Schlosses verlegt. Etwa fünfzig Jahre später erwirbt die Firma Redlich Ziegeleien, die sie anschließend erweitert. Im Jahr 1911 werden diese zu den größten Ziegeleien in Mitteleuropa. Dieselbe Firma gründet in der Stadt auch eine Zuckerfabrik.

Am 7. März 1850 wurde in Göding der erste tschechoslowakische Präsident Tomáš Masaryk geboren. Am selben Tag im Jahr 1990 wurde in der Stadt in Anwesenheit des Präsidenten Václav Havel feierlich ein Denkmal gerade für T. G. Masaryk enthüllt. Václav Havel besuchte die Stadt auch am 6. März 2000 gemeinsam mit der US-Außenministerin Madeleine Albright.

Am 15. März 1939 marschiert die deutsche Besatzungsarmee in Göding ein. Am 20. November 1944 wird ein Teil der Stadt bei einem amerikanischen Bombenangriff zerstört, fast zweihundert Menschen kommen ums Leben. Göding wird am 12. April 1945 von Soldaten der Roten Armee befreit.

Im Jahr 1978 wurde Göding der Status eines Kurortes staatlich anerkannt. Der Kurort besteht bis heute und spezialisiert sich vor allem auf die Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparats sowie von Gefäß- und Nervenerkrankungen. Seine wichtigste natürliche Heilquelle ist das Jod-Brom-Wasser.

 

Quellen:

https://www.hodonin.eu/hodonin%2Dv%2Ddatech/d-38401/p1=84328

https://www.laznehodonin.cz/


Autoren

Unvollendet
Rudolf Felber

Geburtsdaten
03.05.1891
Göding

Sterbedaten
24.04.1978
Wien

Siegmund Kolisch

Geburtsdaten
21.09.1819
Koritschan

Sterbedaten
28.12.1886
Göding

Unvollendet
Alois Kalvoda

Geburtsdaten
15.05.1875
Schlapanitz

Sterbedaten
25.06.1934
Wihořau

Unvollendet
Viktor Wall-Bayerfels

Geburtsdaten
06.12.1877
Göding

Sterbedaten
05.11.1936
Innsbruck

Unvollendet
Eugen Neufeld

Geburtsdaten
06.12.1882
Göding

Sterbedaten
18.10.1950
Wien

Unvollendet
Josef Redlich

Geburtsdaten
18.06.1869
Göding

Sterbedaten
12.11.1936
Wien