Krenowitz bei Kojetein
Die Gemeinde Krenowitz bei Kojetein hat ihre Anfänge im Mittelalter. Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes stammt aus den Jahren 1320–1322, als die Hälfte von Krenowitz bei Kojetein an den Erzbischof von Olmütz Konrad verkauft und später der Metropolitankapitel bei St. Wenzel unterstellt wurde. Das Eigentum wurde von der Kapitula weiterhin verwaltet und vergeben, bis Ende des 14. Jahrhunderts Krenowitz bei Kojetein dauerhaft zum Besitz des Kapitels gehörte. Das Dorf erlitt auch Kriegsschäden während der Konflikte der Markgrafen Jošt und Prokop, wobei die Kapitulargüter erheblich beschädigt wurden.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Gemeinde weiter. Im Jahr 1887 wurde die Kirche des heiligen Johannes Nepomuk errichtet, ein Jahr später wurde der örtliche Friedhof angelegt und das Pfarrhaus gebaut. Eine Schule bestand bereits zuvor, doch 1849 kaufte die Gemeinde die ehemalige Brennerei und richtete sie als Schulgebäude ein; später wurde die Schule erweitert und 1885 ein neues Schulgebäude errichtet.
Ab den 1870er Jahren bestanden in der Gemeinde Vereine und Gemeinschaften, darunter der landwirtschaftliche Verein, die Feuerwehr, der katholische Verein sowie Turn- und Sportvereine. Außerdem existierten Genossenschaften und lokale Periodika.
Archäologische Funde in der Umgebung, insbesondere an der Stätte Hradisko, zeigen, dass das Gebiet bereits in der Bronzezeit, der älteren Eisenzeit und in der römischen Epoche besiedelt war. Gefunden wurden Keramikfragmente, Stein- und Bronzewerkzeuge, Münzen und weitere Gegenstände, die auf eine langfristige menschliche Präsenz hinweisen.
Im 20. Jahrhundert war die Gemeinde von 1976 bis 1990 Teil der Stadt Kojetein und erlangte nach den Kommunalwahlen 1990 wieder den Status einer selbstständigen Gemeinde.
Quelle: https://www.krenovice.net/