Schloss Strzebowitz (Ostrau)
Das Schloss in Strzebowitz (tsch. Třebovice; heute ein Teil von Ostrau) war ein barocker Adelssitz, der an der Stelle einer älteren Festung errichtet wurde, die erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt wird. In den Jahren 1684–1697 ließ Wentzel Leopold Gußnar von Komorna den damaligen Sitz zu einem barocken Schloss umbauen, wodurch ein repräsentatives Gebäude inmitten eines weitläufigen Schlossparks entstand. Im Park befanden sich freistehende Skulpturen, ein Pavillon und weitere Besonderheiten und der gesamte Ort war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein bedeutendes kulturelles Zentrum der Ostrauer Region. Dazu trug auch die damalige Schlossbesitzerin und Schriftstellerin Maria Stona bei. Während ihres Lebens wurde das Schloss als „Schlesisches Weimar“ bezeichnet.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss beschädigt und verfiel nach dem Krieg zunehmend. Im Jahr 1958 wurde es schließlich abgerissen; bis heute sind nur Fragmente im Schlosspark erhalten, darunter mehrere Überreste der ursprünglichen Bebauung und der skulpturalen Ausstattung.
Quellen:
https://ostrava.cz/cs/o-meste/prezentace/tiskoviny/rok-2011/cerven-2011-1#13_trebovice_zamek (Tschechisch)
https://www.hrady.cz/zamek-trebovice (Tschechisch)