Mährisch Kotzendorf


Mährisch Kotzendorf ist ein ehemaliger Ort an der mährisch-schlesischen Landesgrenze, etwa 4 km südlich von Freudenthal. Im Jahre 1966 wurde es mit dem benachbarten Schlesisch Kotzendorf verbunden und seitdem trägt die Gemeinde den tschechischen Namen Moravskoslezský Kočov.

Die Geschichte von Mährisch Kotzendorf reicht bis ins 14. Jh. Das genaue Entstehungsjahr ist unbekannt. Mit dem Wechsel der Besitzer wechselte der Ort mehrmals auch die Zugehörigkeit zu Mähren, bzw. Schlesien. Die größte Katastrophe in der hiesigen Geschichte waren die böhmisch-ungarischen Kriege in den 1470er Jahren, nach welchen Kotzendorf als "wüstes Dorf" angeführt wird. Ab dem 17. Jh. gehörten sowohl Mährisch- als auch Schlesisch Kotzendorf zum Herrschaftsgut Eulenburg, das im Besitz des Deutschen Ordens war. Es waren typische ländliche Dörfer mit deutschsprachiger Bevölkerung. Ein interessantes Baudenkmal stellt in Mährisch Kotzendorf die Kirche hl. Michael dar.

An der hiesigen Schule wirkte als Lehrer der Schriftsteller, Kirchenliedersammler und Kalender-Reformator Franz Orlet (1882-1957).

https://www.mskocov.cz/zivot-v-obci


Autoren

Franz Orlet

Geburtsdaten
04.03.1882
Römerstadt

Sterbedaten
26.08.1957