Mährisch Rothwasser
Rothwasser (tschechisch Červená Voda) ist ein großes Dorf unweit von Grulich (Králíky) an der historischen mährisch-böhmischen Grenze, wobei einige heutigen Ortsteile zu Böhmen gehören. Die ganze Gemeinde, die außer dem eigentlichen Rothwasser noch aus Schönau/Šanov, Mährisch Karlsdorf/Moravský Karlov, Weißwasser/Bílá Voda, Lenzdorf/Mlýnice, Hoflenz/Mlýnický Dvůr, Ober Erlitz/Horní Orlice und Unter Erlitz/Dolní Orlice besteht, etwa 3000 Einwohner.
Rothwasser wird zum ersten Mal zum Jahr 1481 erwähnt. Der Ort gehörte zum Großgrundbesitz Mährisch Eisenberg, dessen wichtigsten adeligen Besitzer die Liechtensteiner waren. Am Anfang des 20. Jahrhunderts war die Bevölkerung überwiegend deutsch und widmete sich der Textilherstellung. Mit der Welt verband Rothwasser im Jahre 1899 die Eisenbahnstrecke Mährisch Schildberg-Niederlipka.
Rothwasser ist der Geburtsort der Autorin Anna Margareta Eisenberg-Misselwitz (1901-?), die unter dem Pseudonym Nina Wostall Gedichte über die Beskiden verfasste.
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