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Engelsberg


Engelsberg befindet sich in der Mährisch-Schlesischen Region. Die Stadt liegt im östlichen Teil des Naturschutzgebietes Gesenke in der Nähe des Altvaters (Praděd) – seinem höchsten Gipfel.

Die Stadt Engelsberg wurde um das Jahr 1540 als Bergbaustadt errichtet, die Existenz einer Holzkirche ist allerdings schon aus dem Jahr 1500 belegt, was darauf hinweist, dass die Besiedelung schon früher begann. Die ersten Erwähnungen des Gold- und  Silberabbaus stammen aus dem Jahre 1515. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt zum Besitztum des Deutschen Ordens. Engelsberg befand sich an der Handel-, Heer- und später auch Poststraße von Wien nach Breslau und dank dieser strategischen Lage florierte es. Die Stadt brannte mehrmals nieder und während des dreißigjährigen Krieges starben viele Menschen an der Pest. Bei dem größten Brand im Jahr 1732 ging fast alles einschließlich der Stadtdokumente in Flammen auf. Bis zum Ersten Weltkrieg sind daher keine Angaben über wichtige Ereignisse bekannt.

Der dominierende Bau der Stadt ist die frühbarocke Kirche Maria Geburt. Zu den häufig besuchten Orten gehört auch die auf dem nahen Annaberg gelegene barocke Wallfahrtskirche St. Anna, zu der ein von Bäumen gesäumter Kreuzweg führt. Die Stadt ist Geburtsort des Komponisten Eduard Schön, mit dem Beinamen „mährischer Schubert“, der unter dem Pseudonym Engelsberg komponierte. Zu seinem Werk zählen z. B. auch einige vertonte Gedichte von Ignaz Machanek. Zu anderen mit der Stadt verbundenen Persönlichkeiten wird auch der Priester, Komponist und Pädagoge Mons. Josef Olejník gezählt, der in diesem Gebiet zwischen den Jahren 1950–1968 wirkte und sein Werk Česká mše z Andělské Hory der Stadt widmete.