Hotzenplotz
Hotzenplotz (tschechisch Osoblaha) liegt im heutigen Bezirk Bruntál und hat etwa 1000 Einwohner.
Hotzenplotz gehörte bereits seit seiner Entstehung zum Bistum Olmütz und bildete somit eine der sog. mährischen Enklaven in Schlesien. Die erste schriftliche Erwähnung bezieht sich auf das Jahr 1233 und 18 Jahre später folgte eine Erhebung zur Stadt. Die Bewohner beschäftigten sich mit der Klöppelarbeit und der Produktion von anderen Textilarten, mit der Welt verband sie am Ende des 19. Jahrhunderts eine Schmalspurbahn, die bis heute im Betrieb ist. Im Jahre 1930 hatte die Stadt Hotzenplotz ungefähr 2400 Einwohner, wovon die absolute Mehrheit Deutsche darstellten. Hotzenplotz gehört zu den im 2. Weltkrieg am schwersten beschädigten Orten auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik: 90% der Gebäude einschließlich historischer Denkmäler wurden nach dem Krieg nicht mehr erneut. Die Einwohnerzahl sank erheblich und schließlich verlor Hotzenplotz auch den Stadttitel. Die bedeutendste erhaltene historische Sehenswürdigkeit ist der jüdische Friedhof.
Der Literaturhistoriker Josef Walter König wurde in Hotzenplotz geboren und im Jahre 1896 verstarb hier der Dichter Franz Theodor Glöckner.
Nach dieser Stadt benannte Otfried Preußler seine Figur "Räuber Hotzenplotz"
https://www.osoblaha.cz/dejiny (tschechisch)