Karoline Bruch-Sinn


Unvollendet
Pseudonym
Soldan, Adele von Drachenfels
Geburtsdaten
13.01.1853
Olmütz
Sterbedaten
03.11.1911
Wien

Verbindungen
Peter Rosegger

Karoline Bruch-Sinns Kindheit, die in Olomouc (Olmütz) ihren Anfang nahm, wurde beeinflusst durch die Arbeit ihres Vaters, der als Genieoffizier nach Ungarn, Prag, Linz oder auch Komorn berufen wurde. Durch die Heirat mit Major Bruch stand ihr der Umzug nach Split bevor, später nach Graz, wo sie durch die Bekanntschaft mit Peter Rosegger für hiesige Zeitschriften (z. B. Heimgarten oder Grazer Tagespost) schrieb. In Wien (seit 1882) wirkte sie als Mitarbeiterin in österreichischen und deutschen Blättern sowie an zahlreichen Almananachen, wo sie unter Pseudonymen ihre Tätigkeit ausübte. 1889 übernahm sie die Leitung einer Redaktion (Zeitschrift Damensalon), ab 1890 schrieb sie für die Wiener Literaturzeitung und später war sie als Leiterin der belletristischen Abteilung im Wiener Almanach tätig. Sie schrieb unter anderem auch Aufsätze und Gedichte für mährische Blätter (z. B. Brünner Zeitung, Mährisch-schlesischer Korrespondent, Znaimer Wochenblatt u. a.), weil sie ihre mährischen Wurzeln nie vergessen wollte. Für die neu entstehende Brünner Zeitschrift Moravia schrieb sie Gedichte und Noveletten. Zu den bekanntesten gehören: An die Heimat, Flockenblumen oder auch Letzte Liebe. Gewissen Ruhmes erfreute sie sich allerdings auch dank ihrer Literaturkritik (z. B. Der Müller und sein Kind) oder dank ihren Skizzen (z. B. An der schönen blauen Donau). Im Jahre 1911 starb sie in Wien.

Werke

Jahr der Publikation
Flockenblumen 1878
Gedichte 1878
Erinnerung 1879
Sympathie 1880
Waldessprache 1880
Der Müller und sein Kind 1880
An die Heimat 1880
Herbst 1880
Jugendzeit 1880
Letzte Liebe 1880
Allliebe 1882
Der Geist des Vetters 1882
Herbstschauer 1882
Ich sehne mich nach dir! 1882
O Welt der Berge, welch´ ein Leben! 1882
Verbirg´s! 1882
Wiedersehen 1883
Die Frauenemancipation als Weltgesetz 1894
Wohin steuern wir? 1894
Frauenwerke 1894
Die Künftigen 1895
Österreichische Dichterfrauen 1895
Zum 70. Geburtsfeste Sr. Majestät [Kaiser Franz-Joseph] 1900
Tuifelsbua 1901
Adolf Harpf zu seinem 50. Geburtstag: Eine Ehrengabe 1907

Forschungsliteratur

Biographien der österreichischen Dichterinnen und Schriftstellerinnen. Ein Beitrag zur deutschen Literatur in Österreich. Hrsg. Von Marianne Nigg. Korneuburg 1893, S. 12-14.
KOSEL, HERMANN CLEMENS: Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftsteller-Lexikon. Wien 1902-1906.
Mährisch-schlesische Heimat Jg. 14 (1969), S. 211.
Notizenblatt der historischen Sektion Brünn (1891), Nr. 5, S. 33 f.