Moritz Freiherr von Ebner-Eschenbach


Unvollendet
geboren als
Moritz von Ebner-Eschenbach
Pseudonym
Moritz Freiherr von Ebner-Eschenbach, Moritz Freiherr Ebner von Eschenbach
Geburtsdaten
27.11.1815
Wien
Sterbedaten
28.01.1898
Wien

Verbindungen
Marie von Ebner-Eschenbach

Moritz von Ebner-Eschenbach war ein gebürtiger Wiener und vielseitiger Mensch - er wirkte insbesondere als Erfinder, General und Militärschriftsteller. Zusammen mit seiner Ehefrau, Marie von Ebner-Eschenbach, gehörte er einer böhmischen Seitenlinie an, und zwar dem Nürnberger Patriziergeschlecht Ebner von Eschenbach. Er begann eine Ausbildung am Theresianum (Öffentliches Gymnasiums der Stiftung Theresianische Akademie), worauf seine Familie großen Wert legte. Allerdings wollte er sein Studium nicht fortsetzen und sich doch eher der Laufbahn eines Soldaten widmen, weshalb er ab dem Jahre 1834 die Ingenieurakademie besuchte. Drei Jahre darauf wurde er zum Ingenieurleutnant ernannt. 

Durch seine Begabung berief man ihn an die Ingenieurakademie, wo er als Professor für Chemie und Physik tätig sein sollte. Im Jahre 1848 heiratete er seine Cousine Marie Grafin Dubsky. Ebner-Eschenbach wandte sich noch bis 1850 dem Unterrichten an der Ingenieur-Akademie in Wien zu. Diese wurde allerdings nach Klosterbruck bei Znaim verlegt, so zogen auch die Ebner-Eschenbachs dorthin. 1856 kehrte das Ehepaar nach Wien zurück und ihre Ehe blieb kinderlos. Seine letzten Jahre als Angestellter verbrachte er als Leiter des Geniewesens des Wiener Korps und mit seiner Pensionierung wurde Moritz zum Feldmarschallleutnant befördert. Er erfand eine elektrische Minen-Zündung, Torpedos und Scheinwerfer - sein erfinderischer Schwerpunkt liegt somit auf dem militärischen Gebiet der Elektrizität. Präsentiert wurden jene Erfindungen auch auf den Weltausstellungen in Paris (1867) und Wien (1873), wobei er 1863 zum korrespondierenden Mitglied der Akademie der Wissenschaften ernannt wurde. Zu seinen bekanntesten Werken gehören zweifellos Erinnerungen des k. k. Feldmarschall-Lieutenants (1994), Aus den Erinnerungen eines österreichischen Veteranen (1895-1897) oder Hypnosis perennis. Ein Wunder des heiligen Sebastian. Zwei Wiener Geschichten (1897).

Werke

Jahr der Publikation
Aus den Erinnerungen eines österreichischen Veteranen 1895
Hypnosis perennis. Ein Wunder des heiligen Sebastian 1897
Erinnerungen des k.k. Feldmarschall-Lieutenants 1994

Forschungsliteratur

Polheim, E. (Hg.); von Ebner-Eschenbach, Marie: Erinnerungen des k. k. Feldmarschall-Lieutenants. Nicolaische Verlagsbuchhandlung Beuermann, Berlin, 1994.
Bettelheim, Anton; von Ebner-Eschenbach, Marie: Wirken und Vermächtnis. Verlag von Quelle & Meyer, Leipzig 1920.
Kleindel, Walter: Das große Buch der Österreicher. 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild. Verlag Kremayr & Scheriau, Wien 1987.
Bruckmüller, Ernst: Personenlexikon Österreich. Buchgemeinschaft Donauland (u.a.), Wien 2002.
Österreichisches Biographisches Lexikon. Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung.