Alois Isidor Jeitteles


Pseudonym
Fatalis
Geburtsdaten
20.06.1794
Brünn
Sterbedaten
16.04.1858
Brünn

Verbindungen
Franz Grillparzer
Ignaz Jeitteles
Ludwig Tieck
Andreas Ludwig Jeitteles

Gebiete
Brünn

Alois Isidor Jeitelles betrieb nach dem Studium der Medizin in Wien jahrelang (1821-1848) eine eigene Arztpraxis in Brünn, er arbeitete als Journalist und leitete die Redaktion der Brünner Zeitung. Er begann seine schriftstellerische Karriere mit Lyrik (z. B. der Gedichtzyklus An die ferne Geliebte). Später publizierte er dramatische Texte (z. B. Der Schicksalsstrumpf, Die Hausgenossen), bei denen ihm als Inspiration seine Tätigkeit als Übersetzer aus dem Spanischen ins Deutsche gedient hatte.

Werke

Jahr der Publikation
Gefühle des Dankes 1812
Sieg, Friede, Heimkehr 1814
An die ferne Geliebte 1816
Der Schlosshauptmann von Coucy 1816
Gegen die romantische Schicksalstragödie 1817
Der Schicksalsstrumpf 1818
Auszüge aus dem Schauspiel Der Cid 1818
Don Agostino Moreto: Die Macht des Blutes 1821
Altspanische Dichtungen 1, 2 1823
Pedro Calderón de la Barca: Das Fegefeuer des heiligen Patricius 1824
Auge und Ohr 1837
Der Liebe Wahn und Wahrheit 1842
Die Hausgenossen 1843
Lope de Vega: Die Griseldis 1843
Moderne Walpurgisnacht 1848
An Grillparzer 1848
Der Lehrer des Propheten 1858
Jagemann: Der Hirtenknabe von Tolosa

Forschungsliteratur

Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte aller Zeiten und Völker. 1931. Bd. 3. (2. Auflage)
Castelli, Ignaz Franz: Memoiren meines Lebens II. 1913, S. 277f.
Castelli, Ignaz Franz: Memoiren meines Lebens. Gefundenes und Empfundenes. Erlebtes und Erstrebtes. Eine Auswahl veranstaltet von einer Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Prof. Dr. Josef Lackner. [o.J.], S. 129.
Encyclopedia Judaica. Das Judentum in Geschichte und Gegenwart. Eschkol, Berlin (1931). Bd. 8.
Fischer, Isidor: Wiens Mediziner und die Freiheitsbewegung des Jahres 1848. Wiener medizingeschichtliche Beiträge. 1935. Heft I, S. 77.
Goedeke, Karl: Grundriß zur Geschichte der deutschen Dichtung. 1900. Bd. 7, S. 28-29. (2. Auflage)
Hamberger/Meusel: Das gelehrte Teuschland. 1834. Bd. 23. (5. Auflage)
Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert. Hrsg. von der Österreichischen Nationalbibliothek. Redaktion Susanne Beumesberger, Michael Doppelhofer, Gabriele Mauthe. K.G. Sauer, München 2002. Bd. 2.
Heidenreich, C. L.: Der vergessene Brünner Freund Beethovens. In: Tagesbote für Mähren und Schlesien (1935), Nr. 320.
Jüdisches Athenäum. Gallerie berühmter Männer jüdischer Abstammung und jüdischen Glaubens, von der letzten Hälfte des achtzehnten bis zum Schluß der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Mit 6 Portr. Leipzig Grimma Verlag-Comptoir 1851.
Kohut, Adolph: Berühmte israelitische Männer und Frauen in der Kulturgeschichte der Menschheit. Lebens- und Charakterbilder aus Vergangenheit und Gegenwart. Payne, Leipzig [1901]. Bd. 2.
Koren, Natan: Jewish Physicians: A Biographical Index. Jerusalem 1973, S. 71.
Neue Deutsche Biographie. Hrsg. von der Historischen Kommission bei der Bayrischen Akademie der Wissenschaften. Berlin 1974. Bd. 10.
Österreichischer Parnass bestiegen von einem heruntergekommenen Antiquar. Hamburg Frey - Sing [o.J.], S. 24.
Österreichisches Biographisches Lexikon 1815 - 1950. Hrsg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 1965. Bd. 3.
Osborne, Sidney: Germany and her Jews. Soncino Press, London 1939.
Seidlitz, Julius Dr.: Die Poesie und die Poeten in Österreich. Grimma 1837. Bd. 2, S. 51.
Schneller, Julius Franz: Hinterlassene Werke 1834, 1, 196. 2, 310, 335.
Stock, Karl F./Heilinger, Rudolf/Stock, Marléne: Personalbibliographien österreichischer Persönlichkeiten: Bibliographie österreichischer Biographien. Sammelbibliographien und Nachschlagewerke. Graz 1987-1996. Bd. 8.
Wininger, Salomon: Große jüdische National-Biographie. 1928. Bd. 3.
Wlaschek, Rudolf M.: Biographia Judaica Bohemiae. Veröffentlichungen der Forschungsstelle Ostmitteleuropa an der Universität Dortmund. Hrsg. v. Johannes Hoffmann. Dortmund 1995. Reihe B, Bd. 52.
Wurzbach, Constant von: Biograph. Lexikon des Kaiserthums Österreichs. 1863, Bd. 10; 1865, Bd. 14; 1874, Nachträge Bd. 28.
Zohn, Harry: „…ich bin ein Sohn der deutschen Sprache nur…“: Jüdisches Erbe in der österreichischen Literatur. Darstellung u. Dokumentation von Harry Zohn. Wien/München 1986, S. 21.