Witkowitz (Ostrau)
Witkowitz (tschechisch Vítkovice) sind ein bedeutender Stadtteil von Ostrau (tsch. Ostrava). Als selbstständige Gemeinde und später als Stadt bestand Witkowitz seit der ersten schriftlichen Erwähnung aus dem Jahr 1357, als das Dorf unter dem Namen Witchendorff erwähnt wurde und sich nach und nach im Besitz verschiedener Adelsgeschlechter befand. Im 19. Jahrhundert entstanden hier umfangreiche Hütten- und Eisenwerksbetriebe, die das ursprünglich landwirtschaftlich geprägte Gebiet in eines der wichtigsten Industriezentren der Region verwandelten. Im Jahr 1908 erhielt Witkowitz das Stadtrecht und 1924 wurde es an Mährisch Ostrau (tsch. Moravská Ostrava) angeschlossen.
Die Entwicklung von Witkowitz war eng mit der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts verbunden, insbesondere mit der Gründung der Witkowitzer Eisenwerke (tsch. Vítkovické železárny). Diese wurden 1828 vom Erzbischof von Olmütz, Rudolf Johannes Joseph Rainier Kardinal von Habsburg-Lothringen, gegründet und gingen später in den Besitz der Familie Rothschild über, was das wirtschaftliche Wachstum der Region erheblich beschleunigte. Dank der Hüttenindustrie und des Zustroms von Arbeitskräften entwickelte sich Witkowitz rasch weiter; Wohnbebauung und öffentliche Infrastruktur wuchsen, und die Gemeinde wandelte sich allmählich zu einem bedeutenden Industriezentrum, das eine Schlüsselrolle in der Geschichte der gesamten Ostrauer Agglomeration spielte.
Quellen:
https://cs.wikipedia.org/wiki/V%C3%ADtkovice_(Ostrava) (Tschechisch)
https://vitkovice.ostrava.cz/cs/o-vitkovicich/hitorie (Tschechisch)