Marianne Bohrmann, geboren Kohatschek


Geburtsdaten
02.08.1849
Bistritz ob Pernstein
Sterbedaten
11.11.1916
Wien

Verbindungen
Marie von Ebner-Eschenbach

Marianne Bohrmann, die aus Bistritz ob Pernstein stammte, lebte in Iglau und später in Wien. Sie hat aber auch einige Jahre in Russland als Erzieherin verbracht. Ihr Mann, Heinrich Bohrmann-Rieger, war auch Schriftsteller. Ein Teil ihres literarischen Schaffens ist vom russischen Aufenthalt inspiriert, z. B. der Roman Die Kolonisten (1906). Eine andere wichtige Quelle der Inspiration war für Bohrmann ihre mährische Heimat (Mährische Novellen, 1913). Durch ihre Werke zieht sich auch eine Linie des Kampfes für Frauenrechte (Die Priorin, 1908). Bohrmann war auch als Übersetzerin russischer Dramen tätig.

Werke

Jahr der Publikation
Mütterchen Ilse 1890
Durch eigene Kraft 1891
In der Steppe. Kulturbilder aus Rußland. 1893
Unverhofft 1893
Nacht! 1893
Tante Therese 1894
Das Testament 1895
Eine Wette 1896
Geld 1897
Im Dorfe 1899
Der gordische Knoten 1901
Nachruf an Dr. August Silberstein 1901
Was war 1903
Ballast 1903
Susanna 1903
Ave Maria 1904
Der Erbglöckner 1904
Im alten Schloß 1904
Sina Borissow 1905
Die Kolonisten 1906
Die Brüder 1906
Der Tod Lermontow´s 1906
Anton Tschechow 1907
Die Priorin 1908
Der Untersuchungsrichter 1910
Die Märchenprinzessin 1910
Ein Intermezzo 1911
Jankos Liebe 1912
Mährische Novellen 1913
Der Schwalben Abschied 1913
Ohne Christbaum 1914
Weihnachten in Innsbruck 1915
Der Glockengießer 1915
Die Eifersüchtige 1915
Ins Stammbuch eines jungen Mädchens 1915
Die Barmherzige Schwester 1916
Sonnwendnacht in den Karpathen 1917

Forschungsliteratur

Deutscher Bibliographischer Index. Bd. 1
Deutsches Literatur-Lexikon. Bern Francke Verlag 1968. Bd.1
Slovník spisovatelů německých a lužicko-srbských. Praha Odeon 1987
Ludwig Eisenberg:Das geistige Wien. Künstler- und Schriftsteller-Lexikon, Mittheilungen über Wiener Architekten, Bildhauer, Bühnenkünstler, Graphiker, Journalisten, Maler, Musiker und Schriftsteller. Band 1. Wien: Daberkow 1889ff.
Hermann Clemens Kosel: Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftsteller-Lexikon. Band 1: Biographien der Wiener Künstler und Schriftsteller. Wien: Verlag der Gesellschaft für Graphische Industrie 1902
Neue Freie Presse, 15.11.1896
Österreichisches biographisches Lexikon 1815 – 1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Band 1 (A - Glä). Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1957
Österreichisches biographisches Lexikon 1815 – 1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Band 1 (A - Glä). Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1957
Marek, Libor: Zwischen Marginalität und Zentralität. Deutsche Literatur und Kultur aus der mährischen Walachei (1848-1948). Univerzita Tomáše Bati ve Zlíně, Zlín 2018.

Links

Transdifferenz - Datenbank der Literatur von deutschsprachigen Migrantinnen in Österreich-Ungarn. Bei einzelnen Werken sind Links zu ihren Digitalisaten.
Eintrag über Kohaček-Bohrmanns Geburt im Taufbuch
Wien Geschichte WIki