Zwittau


Zwittau (tschechisch Svitavy) ist eine Stadt im Nordwesten Mährens, an der historischen Grenze zu Böhmen. In Zwittau wohnen ungefähr 16 000 Personen.

Die Stadtgeschichte fängt in der 2. Hälfte des 12. Jahrhundert an, als hier die Prämonstratenser aus Leitomischl eine Siedlung mit der romanischen St.-Ägidius-Kirche gründeten. Ein weiteres Kolonisierungsdorf entstand in der Hälfte des folgenden Jahrhunderts, diesmal unter der Herrschaft des Olmützer Bischofs Bruno von Schauenburg. Die beiden Kirchenherrschaften gelangen wegen der dicht aneinander liegenden Dörfern im Streit, der 1256 zugunsten von Olmütz endete. Danach entwickelte sich Zwittau schnell zur Gestalt einer Stadt.

Als die "goldene Zeit" wird in Zwittau das 16. Jahrhundert bezeichnet. Die immer noch den Bischöfen gehörende Stadt erlebte einen ökonomischen Aufschwung und die Renaissance bestimmt bis heute auch das Aussehen des historischen Stadtzentrums. Die Gebäude mussten allerdings nach größen Bränden 1590 und 1781 umgebaut werden.

Die Industrialisierung von Zwittau bekam eine rasante Dynamik mit der Eisenbahnstrecke Brünn-Böhmisch Trübau, die 1849 erbaut wurde. Es entstanden mehr als 100 Textilfabriken. Bis zur Vertreibung nach 1945 war Zwittau als eine überwiegend deutsche Stadt ein Zentrum der Region Schönhengstgau. 

In Zwittau wurden die Dichterin Elisabeth Lichtenecker (1919-1984) und der deutsch-amerikanische Journalist und Philanthrop Valentin Oswald Ottendorfer (1826-1900) geboren.

 

https://www.svitavy.cz/o-meste/informace/historie


Autoren

Therese Krones

Geburtsdaten
07.10.1801
Freudenthal

Sterbedaten
28.12.1830
Wien

Unvollendet
Elisabeth Lichtenecker

Geburtsdaten
1919
Zwittau

Sterbedaten
1984
Gauting (bei München)

Vinzenz de Paula Weber

Geburtsdaten
11.01.1809
Trautenau

Sterbedaten
05.08.1859
Mährisch Trübau

Unvollendet
Oswald Ottendorfer

Geburtsdaten
26.02.1826
Zwittau

Sterbedaten
15.12.1900
New York

Unvollendet
Franz Rechtschmied

Geburtsdaten
1840
Kirchberg in Tirol

Sterbedaten
1927
Zwittau