Römerstadt


Römerstadt (tschechisch Rýmařov) ist eine Stadt in Nordmähren, etwa 40 km nördlich von Olmütz, die ungefähr 7800 Einwohner hat.

Die Stadt wurde in den 1270er Jahren gegründet. Der Name lautete ursprünglich Reinmarstadt, wovon die heutige Form abgeleitet wurde. Mit Römern hat die Stadt keinen Zusammenhang. Die Bedeutung der Stadt im Mittelalter bestand in der Erzförderung. Die Hussitenkriege betrafen Römerstadt zwar nicht, jedoch in dem darauffolgenden böhmisch-ungarischen Konflikt wurde die Stadt verplündert. Sie erholte sich aber und im 16. Jahrhundert stellte sie mit der ganzen Region ein wichtiges Zentrum der Eisenherstellung in Mähren dar. Die meisten Einwohner traten in den 1550er Jahren zum Luthertum über. 

Im 18. Jh. war das hiesige Herrschaftsgut im Besitz der Adelsfamilie Harrach, die im benachbarten Ort Janowitz eine der ersten Leinenmanufakturen in Mähren gründete. Im 19. Jh. schritt die Industrialisierung rasch fort. Es wurde Holz aus dem Altvatergebirge verarbeitet, verschiedene Produkte aus Eisen wurden hergestellt und Römerstadt war bekannt auch als ein Zentrum der Büchsenmacherei. Im Jahre 1878 verband die Stadt mit der Welt die Eisenbahn. Römerstadt besaß zwischen den Jahren 1855 und 1960 den Titel einer Kreisstadt. Die Stadt war überwiegend deutsch, eine tschechische Minderheit entstand erst nach der Entstehung der Ersten Tscheschoslowakischen Republik. 

Die deutschsprachigen Autoren Franz Brixel (1840-1903) und Franz Orlet (1882-1957) wurden in Römerstadt geboren.

https://www.rymarov.cz/o-meste-rymarov/historie


Autoren

Josef Schmid-Braunfels

Geburtsdaten
29.11.1871
Braunseifen

Sterbedaten
22.11.1911
Braunseifen

Franz Brixel

Geburtsdaten
15.12.1840
Römerstadt

Sterbedaten
24.02.1903
Graz

Franz Orlet

Geburtsdaten
04.03.1882
Römerstadt

Sterbedaten
26.08.1957

Josef Orel

Geburtsdaten
18.03.1868
Neutitschein

Sterbedaten
14.08.1907
Römerstadt