Hedwig Steiner


Unvollendet
Geburtsdaten
26.01.1898
Teschen
Sterbedaten
21.08.1969
Rosenheim in Bayer

Gebiete
Troppau

Hedwig Steiner wurde in Tschechisch Teschen geboren. Sie wuchs hier als ältestes von drei Geschwistern auf, jedoch zog die Familie wegen der Ausbildung der Kinder nach Troppau. Zunächst besuchte sie die Bürgerschule und die Lehrerinnenbildungsanstalt. Durch ihre an Volksschulen und an der Irrenanstalt erworbene pädagogische Praxis bestand sie die zweite Lehramtsprüfung (in Wien). Weiterhin qualifizierte sie sich auch als Gymnastiklehrerin. Sie schloss sich der Wandervogel-Bewegung an und unterrichtete anschließend an den Frauenfachschulen in Freiwaldau und Eger. Später fungierte Steiner als Studienrätin an der Lehrerbildungsanstalt in Troppau.

Durch die Flucht über Südböhmen nach Oberösterreich war sie eine Zeit lang Lehrerin an der Rotkreuzschwesternschule in Steyr. Von dort ausgesiedelt, überlebte Steiner das Lager Ingolstadt und kehrte nach Loheland zurück, um sich der Laufbahn einer Lehrerin für Volksschulen zuzuwenden, für diese sie nun zugelassen wurde. Diese Tätigkeit übte sie zuletzt in Breitenbach bei Bebra aus. Im Jahre 1961 erfolgte ihre Pensionierung und seitdem lebte sie im bayrischen Rosenheim bis sie 1969 verstarb. Zu ihren bekanntesten Werken gehört der Sammelband Gedichtedas Puppenspiel Der Kaspar Holdrio und die Prinzessin Cimbelineihre Novelle Aus dem Leben der Caterina Caniana oder die Monographie Anton Hanak.

Werke

Jahr der Publikation
Gedichte 1920
Erwartung des Festes, Flocken, Im Sturm 1920
Der erste Christbaum 1922
Schauen und Sinnen 1929
Marei im Drachenstein 1936
Der Kaspar Holdrio und die Prinzessin Cimbeline 1938
Schlesische Bauernhochzeit 1938
Das Goldapfelfräulein 1942
Das Märchen von den drei Wunderdingen 1945
Ostdeutsche Balladen 1962
Gang durchs Jahr 1963
Aus dem Briefwechsel des Bildhauers Anton Hanak mit der Familie Primavesi in Olmütz 1964
Die Musik im Leben Anton Hanaks 1966
Zeugnisse zu Anton Hanaks bildhauerischhandwerklicher Arbeit 1967
Kindheit und Jugend des Bildhauers Anton Hanak im mährischen Raum 1968
In den Wind gesprochen 1968
Anton Hanak 1969
Das Blumenjahr 1969
Brumme
Aus dem Leben der Caterina Caniana
Bernecker

Forschungsliteratur

Gromes, Ilse: Die Dichterin Hedwig Steiner. In: Hedwig Steiner. Ostdeutsche Balladen. Quellenverlag V. Diwisch, Steinheim am Main 1962.
König, Josef Walter: Die Lyrikerin Hedwig Steiner. In: Literarische Flugblattreihe des Dichtersteins Offenhausen. Der Verlag des Oö. Landesarchivs, Offenhausen 1968, Folge 18.
König, Josef Walter: Hedwig Steiner und ihre Dichtungen. In: Hedwig Steiner: Das Blumenjahr. Verlag Adolf Gödel, Wolfratshausen 1969.
König, Josef Walter: Hedwig Steiner – Leben und Werk. In: Mährisch-Schlesische Heimat. Quellenverlag W. Diwisch, Steinheim am Main 1970. Heft 1.
König, Josef Walter: Das war Hedwig Steiner. In: König, Josef Walter: Heimat im Widerschein. Verlag Werner Jerratsch, Heidenheim an der Brenz 1978.